Sulzbach-Rosenberg
14.07.2024 - 16:26 Uhr
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Gründung des neuen evangelischen Dekanatsbezirk in Sulzbacher Christuskirche gefeiert

Die Welt verändert sich, und die Kirche muss sich auch verändern. Sichtbar wurde das beim Festgottesdienst zur Gründung des neuen Dekanatsbezirks Cham/Sulzbach-Rosenberg/Weiden unter dem Motto "Neues wächst auf"

Der neue Dekanatsbezirk hat noch keinen griffigen Namen, erklärte Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz als Hausherr in der Christuskirche: "Wir wissen zwar noch nicht, wie wir heißen, aber wir wissen, was wir wollen: weiterhin Raum bieten, unseren evangelischen Glauben lustvoll zu leben und in angemessener Vielfalt zu gestalten."

"Wir feiern mit Pauken und Trompeten die Gründung unseres neuen Dekanats", sagte Regionalbischof Klaus Stiegler, weil es notwendig sei, die Kirche neu auszurichten. Er erinnerte daran, dass bei der Fusion Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam auf dem Weg waren. "Respekt! In so einer Kirche arbeite ich gern als Regionalbischof", schloss er. Dann unterschrieben die Präsiden der bisherigen Dekanatssynoden sowie Stiegler die Gründungsurkunde des neuen Dekanats.

Gemeinsame Verantwortung

Dekan Thomas Guba und Dekanin Ulrike Dittmar, führte der Regionalbischof aus, tragen gemeinsam die Verantwortung für das neue Dekanat, haben aber klare regionale und thematische Aufgabenbereiche. Während Guba weiterhin in Weiden wirkt, wechselt Dittmar in die Herzogstadt. Ihr dankte Stiegler für ihre große Bereitschaft, die Veränderung mitzutragen. Dann führte er sie in ihr neues Amt als hiesige Dekanin ein. Statt einer Predigt stellten Dittmar und Guba dann im Dialog sich selbst, ihre Wünsche und Erwartungen für das gemeinsame Wirken vor. Anschließend baten sie alle Pfarrer, Diakone und Religionspädagogen nach vorn zum Altar, um sie zur konstruktiven Mitarbeit einzuladen und sie zu bitten, guten Kontakt zu halten.

Besonders festlich war die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Ein stimmgewaltiger Chor mit Sängern aus den drei Dekanaten unter der Leitung der Dekanatskantoren Ann-Magdalena Bukreev, Michael Grünwald und Dr. Kerstin Schatz, das bestens disponierte Kammerorchester Bohemica aus Prag, dazu Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke an der Orgel beeindruckten mit dem "Te Deum" von Andreas Bühling. Applaus gab es auch für "Mil anos de paz" einer brasilianischen Bläsergruppe.

Zeichen der Ökumene

Den Grußwortreigen nach dem Gottesdienst eröffnete Landrat Richard Reisinger. Er gratulierte zu dieser "fast staatsstreichartigen Gebietsreform, mit der Sie ein sprachlich und ethnologisch interessantes Mischgebiet kreieren zwischen oberpfälzisch, oberfränkisch, niederbayerisch, und das alles zwischen der tschechischen und der mittelfränkischen Grenze." Pfarrer Herbert Mader von der katholischen Schwestergemeinde St. Marien betonte, dass die Altstadt im Zeichen der Ökumene und des christlichen Miteinanders steht. Persönlich freue er sich, dass er wieder Nachbarn habe, denen er immer wieder am Pfarrplatz und in der Pfarrgasse begegnen werde.

Kathrin Nagel aus Bad Kötzting und Tamara Stampka aus Zwiesel hießen stellvertretend für die Pfarrerschaft die beiden Dekane im Dekanatsbezirk "Chasurowen" willkommen. "Jetzt kommt wieder zusammen, was früher schon zusammen war", stellte Karl-Georg Haubelt vom Landessynodalausschuss fest, denn große Teile der Dekanate Cham und Weiden gehörten früher zu Sulzbach.

Fest im Dekanatsgarten

Dann endlich konnten alle Gottesdienstbesucher im Dekanatsgarten die Neugründung feiern. Auch hier trug die Kirchenmusik maßgeblich zum Gelingen des Fests bei. Der Dekanatsposaunenchor begleitete die Feiernden mit fröhlichen Weisen. Die Verwaltungsmitarbeiter und zahlreiche Ehrenamtliche hatten sich um Tische, Bänke, Essen und Getränke gekümmert. Sehr gern griffen die Gäste bei den Spezialitätentischen mit Schmankerln aus Cham, Weiden und Sulzbach-Rosenberg zu.

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Weiden in der Oberpfalz08.07.2024
Hintergrund:

Dekanin Ulrike Dittmar und Dekan Thomas Guba

  • Ulrike Dittmar hat Freude an anderen Menschen, einen langen Atem, Geduld und Hartnäckigkeit. Sie ist neugierig, kann aber nicht so gut improvisieren. Wenn sie priorisiert, gehen Menschen bei ihr immer vor. Sie wird gern vor Ort präsent sein, aber natürlich ihre Präsenz auf eine größere Fläche verteilen.
  • Thomas Guba zeichnet sich durch gute Organisation, rasche Entscheidungsfindung und Konsequenz aus. Er braucht Freiraum und freut sich über gute Ideen anderer, die er auch gern im Team bespricht.
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