Die Meldung über einen Wasserrohrbruch in Sulzbach-Rosenberg gab es im vergangenen Winter immer wieder. Dadurch kam es zu Schäden im Leitungsnetz – und das mit spürbaren Folgen: Nicht nur gingen jedes Mal Tausende Liter Wasser verloren, auch viele Anwohner waren von Straßensperrungen betroffen oder mussten zeitweise ohne fließendes Wasser auskommen. Armin Wolf, Werksleiter der Stadtwerke Sulzbach-Rosenberg, erklärt, dass dadurch jährlich Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich entstehen.
Wolf erklärt: „Frost im Winter oder auch längere Trockenperioden im Sommer sind mögliche Ursachen für Wasserrohrbrüche.“ Die Witterungsverhältnisse beanspruchen die Leitungen stark. Diese Einflüsse brächten den Boden in Bewegung und könnten so Schäden an den Rohrleitungen verursachen. Besonders anfällig sind dabei Bereiche, in denen bereits zuvor Schwachstellen vorhanden waren, da sich die Belastungen dort verstärkt auswirken.
Graben, reparieren, zufüllen
Sobald ein Wasserrohrbruch lokalisiert ist, beginnt die Behebung in der Regel zügig. In Sulzbach-Rosenberg übernehme zuerst eine Fremdfirma die Arbeiten: Sie gräbt die betroffene Stelle auf, damit die Mitarbeiter der Stadtwerke das beschädigte Rohr reparieren können. Anschließend füllen die Arbeiter den Rohrgraben wieder und stellen die Oberfläche wieder her.
Auch die Bürger sind von solchen Reparaturen betroffen. Während der Reparatur müssen die Stadtwerke in manchen Haushalten vorübergehend das Wasser abstellen. „Dies wird den betroffenen Bürgern, soweit möglich, im Vorfeld angekündigt, damit diese sich noch einen Wasservorrat anlegen können“, erklärt Wolf. Dauert die Sperrung länger, richten die Verantwortlichen eine öffentliche Wasserentnahmestelle ein, die in diesem Fall die Haushalte mit Wasser versorgen soll.
Haushalte ohne Wasser
Erst im Februar traf es das Sulzbach-Rosenberger Wohngebiet Lerchenfeld: Dort blieb eine Straße mehrere Tage vollständig gesperrt, weil der Schaden eine aufwendige Reparatur erforderte. Entsprechend mussten Autofahrer Umleitungen in Kauf nehmen.
Am spektakulärsten verlief wohl der Rohrbruch am 26. Januar in der Bahnhofstraße. Wassermassen schossen aus dem Boden, rissen die Fahrbahndecke auf und setzten die Straße über mehrere Meter hinweg unter Wasser. Anwohner berichteten von einem lauten Knall. Rund 20 Haushalte waren vorübergehend ohne Wasserversorgung und die Straße blieb mehrere Tage gesperrt. Auch in den Monaten zuvor kam es immer wieder zu Schäden im Stadtgebiet. Im Dezember erforderte ein Rohrbruch in der Breitenbrunner Straße eine mehrtägige Vollsperrung und bereits im September blieb die Frühlingsstraße über längere Zeit nicht passierbar.
Mehr Rohrbrüche in Zukunft?
Nach Angaben von Wolf kam es im vergangenen Winter zu 14 Rohrbrüchen, im gesamten Jahr 2025 zu 33. Diese Werte bewegen sich im langjährigen Durchschnitt, betont er, wobei die Zahlen schwanken. So registrierten die Stadtwerke 2023 lediglich 21 Rohrbrüche, während es 2017 auf städtischem Grund insgesamt 54 waren. Eine klare Entwicklung oder Trendlinie erkennt Wolf dabei nicht.
Die wichtigste Maßnahme bleibt die kontinuierliche Erneuerung des Leitungsnetzes, ergänzt durch regelmäßige Inspektionen, sagt Wolf. Dabei setzen die Stadtwerke zunehmend auf digitale Technik: Sogenannte Datenlogger überwachen die Wasserleitungen dauerhaft und erkennen Lecks oder Unregelmäßigkeiten, noch bevor größere Schäden entstehen. Durch diese präzisere Überwachung könnte die Zahl der registrierten Rohrbrüche in den kommenden Jahren sogar steigen, da auch kleinere, bislang unbemerkte Schäden schneller und einfacher entdeckt werden. Wolf erklärt, dass aktuell alle bekannten Rohrbrüche behoben sind.

















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