18.11.2018 - 17:30 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Jugendliche zeichnen gegen das Vergessen des Krieges

Landrat Richard Reisinger überreicht deutschen und französischen Schülern in Paris Preise eines besonderen Comic-Wettbewerbes

Bei der Zeremonie im Invalidendom: die Präsidentin der Partnerorganisation ONACVG, Rose-Marie Antoine, die Staatssekretärin des französischen Verteidigungsministeriums, Geneviève Darrieussecq, der deutsch-französischer Sonderpreisträger Léo Maléon und Richard Reisinger, 2. Vorsitzender des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (von links).
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

"Kriegsende. Und dann?" - das war das Thema des ersten deutsch-französischen Comicwettbewerbs, den der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gemeinsam mit der französischen Partnerorganisation Office national des anciens combattants et victimes de guerre (ONACVG) durchgeführt hat - im Jahr des Gedenkens an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Unterstützt wurden die beiden Organisationen auch vom Deutsch-Französischen Jugendwerk.

Die ONACVG ist integriert in das französische Verteidigungsministerium, ist also staatlich auf höchster Ebene organisiert, damit wird die Kriegsgräberfürsorge staatlich und hauptamtlich organisiert. Rund 50 deutsche und französische Jugendliche (im Klassenverband mit ihren Lehrern) wurden als Preisträger von einer deutsch-französischen Jury ausgewählt. Neben Sachpreisen durften sie die Tage vom 14. bis 18. November zunächst in Paris und dann in Berlin gemeinsam verbringen. In Berlin nahmen sie an der Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Deutschen Bundestag teil. Dort waren neben Richard Reisinger auch Präsident Emmanuel Macron, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel anwesend.

Die Altersspanne der Teilnehmer reichte von Grundschülern bis hin zu Abiturienten. Auf deutscher Seite belegten den ersten Platz die Schüler der Otto-Graf-Realschule in Leimen und den zweiten Platz die Klasse 9a des Martin-Schleyer-Gymnasiums in Lauda-Königshofen. Die Preisverleihung wurde am ersten Tag im Pariser Invalidendom vorgenommen und zwar von der französischen Staatssekretärin des Verteidigungsministeriums Geneviève Darrieussecq, der Präsidentin des ONACVG Rose-Marie Antoine und Richard Reisinger als Vizepräsident des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge. Er hielt eine zweisprachige Rede und würdigte mit den beiden Frauen den deutsch-französischen Sonderpreisträger Léo Maléon.

Am Donnerstag wurden die Preisträger vom Deutschen Botschafter Nikolaus Meyer-Landrut in seiner Residenz empfangen. Hier erklärte Reisinger: "Der Comic-Wettbewerb ist gelebte gemeinsame Erinnerungskultur. Er ist ein besonders lebendiges Zeichen dafür, wie die Lehren aus der gemeinsamen Vergangenheit im Bewusstsein beider Völker und insbesondere bei jungen Menschen lebendig gehalten werden."

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