17.05.2019 - 17:01 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Kontrollaktion der Polizei: Gleich zweimal "oben ohne"

Für viele Autofahrer sind sie einfach nur lästig, dienen aber meist der eigenen Sicherheit. Die örtliche Polizei legte bei ihrer jüngsten Kontrollaktion ein verstärktes Augenmerk auf Sicherheitsgurte, Kindersicherung und das Handyverbot.

In der Hofgartenstraße richtete die Polizei eine Kontrollstelle ein.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Waren die Ergebnisse gleich gelagerter Kontrollen in den zurückliegenden Monaten erfreulicherweise eher verhalten gewesen, so mussten sich die Ordnungshüter nach den aktuellen Kontrollaktionen eines Besseren belehren lassen. Bei den Kontrollen am Dienstagnachmittag und Donnerstagvormittag in der Hofgartenstraße hatten nach Angaben von Inspektionsleiter Michael Kernebeck insgesamt 36 Fahrzeuginsassen, meist die Fahrzeugführer, den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt nicht angelegt. Sie wurden mit einem Betrag von 30 Euro verwarnt. Die Beanstandeten bewegten sich in allen Alters- und Fahrzeugklassen, darunter auch einige deutsche Lkw-Fahrer. Ausländische Trucker hingegen waren hier kaum zu beanstanden.

Wegen ungenügender Sicherung ihrer Schützlinge im Kindesalter mussten drei Autofahrer mit einer Verwarnung in Höhe von ebenfalls 30 Euro zu mehr Verantwortungsbewusstsein aufgerufen werden. Ganz offensichtlich uneinsichtig zeigte sich nach Angaben des Dienststellenleiters eine 41-jährige Herzogstädterin, die am Dienstagnachmittag um 14.17 Uhr in die Kontrollstelle eingewiesen und beanstandet worden war, weil sie den Gurt nicht angelegt hatte. "Bereits um 17.19 Uhr kam sie einer Streife, die zuvor an der Kontrolle beteiligt gewesen war, im fließenden Verkehr auf der Rosenbachstraße wieder ohne Sicherheitsgurt entgegen", sagt Michael Kernebeck. Da die Frau nicht angehalten werden konnte, erhält sie in den kommenden Tagen Post von der Polizei, nämlich einen Bescheid mit dem doppelten Bußgeldsatz (60 Euro) wegen vorsätzlichen Handelns, zuzüglich noch die Verwaltungsgebühren. Mit dem Smartphone am Steuer gingen den Beamten zehn Autofahrer ins Netz. Sie erwartet ebenfalls ein Bußgeld über 60 Euro und eine "Aufwertung" des Punktekontos in Flensburg um einen Zähler.

Weitere Überwachung

"Über die Sinnhaftigkeit der Gurtpflicht und des Handyverbots muss wohl nicht mehr diskutiert werden. Denkwürdig ist daher, dass im Zeitalter der fortgeschrittenen Technik, von automatischem Gurtwarner und Freisprechanlage, in dem kurzen Kontrollzeitraum die stattliche Anzahl von fast 50 Verkehrsteilnehmern für ihr Fehlverhalten beanstandet werden musste", wundert sich Kernebeck. Für ihn sei das Ergebnis Anlass genug, die Überwachung mit gleicher Zielrichtung auch in den nächsten Wochen fortzusetzen.

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