Sulzbach-Rosenberg
11.05.2026 - 19:49 Uhr

Mahnwache in Sulzbach-Rosenberg: Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus

In Sulzbach-Rosenberg fand eine Mahnwache zum Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus statt. Verdi und weitere Organisationen riefen zur Teilnahme auf.

Stefan Dietl, Vorsitzender von Verdi in Sulzbach-Rosenberg, bei der Mahnwache. Bild: Kathrin Birner
Stefan Dietl, Vorsitzender von Verdi in Sulzbach-Rosenberg, bei der Mahnwache.

Zum 81. Mal jährte sich am 8. Mai der Sieg der Alliierten über den Nationalsozialismus. Das Jubiläum nahm ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Gruppen zum Anlass, um auch in Sulzbach-Rosenberg den Opfern des Nazi-Regimes zu gedenken. Aufgerufen zur Mahnwache an der Gedenkstätte für sowjetische Kriegsgefangene in der Schillerstraße hatten der Verdi-Ortsverein Sulzbach-Rosenberg, der DGB, der PunK e.V. sowie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA).

In ihrer Begrüßung betonte Kathrin Birner (VVN-BdA) die Notwendigkeit, sich auch heute für ein würdiges Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus stark zu machen. Michael Prechtl erinnerte im Namen des PunK e.V. an die Kriegsgefangenen, die in Sulzbach-Rosenberg und der Umgebung zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden. „Sie waren der Willkür von Behörden, Vorgesetzten und Lagerführern ausgesetzt, ihrer elementaren Rechte beschnitten und oftmals unterernährt und medizinisch kaum versorgt“, erläuterte Prechtl laut der Mitteilung von Verdi. Das Leid der Kriegsgefangenen sei für alle sichtbar gewesen. „Man konnte nicht behaupten, es sei nicht bekannt gewesen, was sich im Sulzbacher Kriegsgefangenenlager oder im KZ-Außenlager Hersbruck abspielte“, so Prechtl weiter.

Verdi-Vorsitzender Stefan Dietl forderte in seiner Rede, dem Vergessen entgegenzutreten und kritisierte dabei auch den Umgang der Kommunalpolitik mit dem Dichter Hans Watzlik. Ihm sei bis heute eine Straße in Sulzbach-Rosenberg gewidmet. „Wir werden uns auch weiterhin für eine Umbenennung einsetzen“, kündigt Dietl an. „Der Slawenhasser und Antisemit Watzlik gehörte zu den lautstärksten Propagandisten des deutschen Vernichtungswahns. Er hielt auch nach der Zerschlagung des NS-Regimes an seiner Ideologie und an seiner Verehrung für Hitler fest“, erklärt Dietl in der Pressemitteilung.

Schließlich betonte der Gewerkschafter auch die Aktualität des Kampfes gegen Antisemitismus in Deutschland: „Seit dem islamistischen Massaker der Hamas und ihrer Verbündeten bricht sich der antisemitische Hass in einer neuen Dimension auch auf deutschen Straßen Bahn. Antisemitische Aufmärsche, Angriffe auf jüdische Einrichtungen, Cafés und Institutionen sind Normalität geworden. In Bayern haben antisemitische Vorfälle einen neuen Höchststand erreicht“, heißt es in der Mitteilung. Das Gedenken an den 8. Mai sei auch Verpflichtung, sich jeder Form des Antisemitismus in den Weg zu stellen, appellierte Dietl.

Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.