02.08.2021 - 15:52 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Millionen für Sanierung: Attraktives, neues Gesicht für Rosenberger Jahnschule

Vor der Jahn-Grundschule in Sulzbach-Rosenberg ist ein attraktiver Eingangsbereich entstanden, auch innen geschah viel: Die letzte Million der Investitionen hat sich ebenfalls rentiert.

Der Eingangsbereich zur Jahn-Grundschule im Stadtteil Rosenberg gilt als Abschluss der über Jahre sanierten Schule und gleichzeitig als deren „neues Gesicht“.
von Autor geProfil

Schon 2018 beschloss der Stadtrat, sich zur Verbesserung der Schulinfrastruktur für die Jahn-Grundschule und Krötensee-Mittelschule in Sulzbach-Rosenberg um das Kommunalinvestitionsprogramm Schulen (KlP-S) zu bewerben. Nach der Zusage erfolgte die Antragstellung bei der Regierung der Oberpfalz. Aber es gab noch einen weiteren Fördertopf anzuzapfen: Für einen Teilbereich an der Jahn-Grundschule wurden als FAG-(Finanzausgleichsgesetz)-Maßnahmen im Altbau die Flursanierung mit Garderoben und Teilsanierung der Klassenzimmer über 430 000 Euro und anteilig rund 280 000 Euro Zuwendungshöhe im Juni 2019 beantragt und bewilligt. Daran erinnerte Bürgermeister Michael Göth, als er jetzt den offiziellen Abschluss der Sanierung eröffnete. Gemeinsam mit den Beteiligten traf er sich am neuen „Gesicht der Schule“.

Bisher stellte noch ein alter, vielfach gebrochener Asphaltbelag den breiten Zugang zur Schule dar. Die Außenanlagen und mit ihnen die Neugestaltung des Zugangsbereichs wurden auf Initiative der Stadt als infrastrukturelle Maßnahme gleich mit beantragt und auch fördertechnisch anerkannt. Der optische Missstand konnte damit behoben werden, freute sich Bauleiter Markus Hofmann vom Bauamt der Stadt, der auch die stets kompromissbereite Schulleitung für ihre Zusammenarbeit lobte. Nach der Ausschreibung 2019 erhielt die Stadt dann 2020 den Bewilligungsbescheid für die 90 Prozent Fördermittel nach KIP-S über 919 100 Euro und den vorzeitigen Baubeginn. Die Firmen nahmen ihre Arbeit auf, und damit begannen laut Architekt Werner Hedrich verschiedene Balance-Akte: Während der Neugestaltung des Zugangsbereichs musste der Schulbetrieb über den Fahrradübungsplatz und Pausenhof erreicht werden, auch die Jura-Werkstätten lieferten das Mittagessen lange Zeit deswegen „hinten herum“. „In Abstimmung mit der Schulleitung gab es einen Kompromiss, um die lärmträchtigen Arbeiten weitestgehend erst ab Mittag durchzuführen“, erinnerte der Planer. Er dankte Rektorin Andrea Dechant für ihre Langmütigkeit und die gute Partnerschaft während der durch Corona manchmal endlos scheinenden Bauphase mit einem Blumenstrauß.

Mehr Digitaltechnik

„Wir haben in den letzten Jahren rund 20 Millionen Euro in unsere Schulen gesteckt, bei denen wir Sachaufwandsträger sind“, bilanzierte Bürgermeister Michael Göth - etwa sechs Millionen seien dabei alleine auf die Jahn-Grundschule entfallen. Die beiden Teilbereiche der Investitionen beliefen sich auf rund 730 000 Euro für die KIP-S-Arbeiten und rund 240 000 Euro für die Aufgaben nach FAG. Der neue Eingangsbereich, die im unteren Bereich jetzt komplett barrierefreie Innengestaltung und die Investitionen für kommende Digitaltechnik hätten sich jetzt schon rentiert und seien „goldrichtig“. Göth dankte neben den Planern auch Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn und Bauleiter Markus Hofmann. Seit 2013 habe man sich nun schon vier Mal zum Abschluss der verschiedenen Abschnitte getroffen.

Rektorin Andrea Dechant ließ kurz die einzelnen Arbeiten wie Turnhallenneubau und Pausenhof-Neugestaltung Revue passieren: Neue Böden, Sanitäranlagen und Garderoben bildeten nun den Abschluss. „Man spürt, dass Ihnen und Ihrem Team die Schulen in Sulzbach-Rosenberg am Herzen liegen“, wandte sie sich an das Stadtoberhaupt. Und blickte gleich auf neue Aufgaben: Festinstallierte Beamer und eventuell auch feste Lüftungsanlagen in den Klassenzimmern stünden als nächstes auf dem Programm. Im zeitlichen Rahmen sah Landschaftsarchitekt und Stadtplaner David Neidl die Außenarbeiten, die Firma Lobinger habe sich um die gelungene Aufwertung der früheren Asphaltflächen verdient gemacht. Jetzt hat, da zeigten sich alle einig, die Jahn-Grundschule mit den neuen Pflanzinseln endlich das attraktive, neue Gesicht, das sie auch verdiene.

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Hintergrund:

Sanierung der Jahnschule

  • Förderung nach dem Kommunalinvestitionsprogramm Schulen (KlP-S): Sanitärräume Altbau, alle Geschoße; WC Knaben und Mädchen, Behinderten-WC; Lehrer-WC, Putz-Räume mit kleiner Teeküche für das Personal; Treppenlift zur Barrierefreiheit; Rampe im Erdgeschoss; Neugestaltung des Zugangsbereichs mit Lehrerparkplätzen und barrierefreiem Zugang; Digitalisierung, Neuinstallation Kabelnetz.

  • Förderung nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG): Bodenbeläge Flure, Verwaltung und Klassenzimmer; Garderoben und Akustikplatten in Fluren; Waschbeckeninstallation in Klassenräumen und Malerarbeiten.

„In Abstimmung mit der Schulleitung gab es einen Kompromiss, um die lärmträchtigen Arbeiten weitestgehend erst ab Mittag durchzuführen.“

Architekt Werner Hedrich

 

 

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