Sulzbach-Rosenberg
16.09.2018 - 13:05 Uhr

Ordination Stefan Fischer: Empfang im Gemeindesaal

Regionalbischof Hans-Martin Weiss segnet am Sonntag in der Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg Vikar Stefan Fischer ins geistliche Amt ein. Der gebürtige Auerbacher ist jetzt neuer evangelischer Pfarrer von Hirschau und Schnaittenbach.

Geistliche beider Konfessionen, Politiker, Freunde und viele andere Weggefährten gratulierten Pfarrer Stefan Fischer (vorne rechts) zur Ordination Bild: cog
Geistliche beider Konfessionen, Politiker, Freunde und viele andere Weggefährten gratulierten Pfarrer Stefan Fischer (vorne rechts) zur Ordination

Evangelische und katholische Geistliche, zahlreiche Politiker und vor allem Menschen, die Pfarrer Stefan Fischer von seiner frühen Jugend an durch die verschiedenen Stationen seiner Ausbildung bis zur Ordination begleitet haben - sie alle folgten der Einladung in den Gemeindesaal der Christuskirche, um dem jungen Pfarrer zu gratulieren.

Zu 25 Prozent seines Dienstauftrages ist er Klinikseelsorger in Amberg. Der Großteil seiner Arbeit leistet Fischer in der 800-köpfigen Kirchengemeinde Hirschau mit Schnaittenbach ab, wo er seit 1. September Pfarrer ist. Deshalb eröffnete Ulrich Gerlach, der Vertrauensmann des dortigen Kirchenvorstands, den Reigen der Grußworte: "Die Gemeinde Hirschau kann sich freuen, und wir freuen uns wirklich sehr, dass wir jetzt wieder einen Pfarrer haben!" Gerlach sagte Fischer zu, dass der Kirchenvorstand ihn immer unterstützen werde. "Schweren Herzens verabschieden wir dich", betonte Günter Schultheiß, der Vertrauensmann des Kirchenvorstands der Christuskirche aus Sulzbach-Rosenberg, denn Fischer habe die Gemeinde in den zweieinhalb Jahren seines Vikariats bereichert und schnell die Herzen erreicht. Andreas Weber, der 2. Vorsitzende des Männerbunds, drückte seine Freude aus, dass Fischer in der Nähe bleibt, und wünschte ihm für sein weiteres Wirken Gottes reichen Segen. Auch Dekan Karlhermann Schötz und Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz wünschten alles Gute und hofften auf gute Zusammenarbeit. Fischer war bewegt. "Ich habe hier viel gelernt", blickte er auf sein Vikariat zurück, "nicht nur fachlich, sondern auch fürs Leben." Alle wollten Fischer dann persönlich gratulieren. So bildete sich eine lange Schlange, bis jeder seine Wünsche ausgedrückt hatte.

Aus dem Gottesdienst:

Im Gottesdienst zur Ordination von Stefan Fischer stellte Regionalbischof Hans-Martin Weiss fest: Auf den Tag genau feiert die evangelisch-lutherische Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg 60-jähriges Jubiläum. In all diesen Jahren war die Kirche ein „großer, wärmender Hort für die Gemeinde und darüber hinaus“, so der Bischof. Zum Abschluss seines zweieinhalbjährigen Vikariats in der Christuskirche wurde Stefan Fischer zum Pfarrer ordiniert.

Stadtpfarrer Roland Kurz, der während des Vikariats Fischers Mentor war, konnte eine große Festgemeinde begrüßen. Nicht nur zahlreiche Sulzbacher waren gekommen, sondern auch Vertreter der Gemeinde Hirschau, wo er seit dem 1. September arbeitet. Die Anwesenheit von Regionaldekan Monsignore Johannes Hofmann, Dillinger Franziskanerinnen und Schulschwestern unserer lieben Frau aus Auerbach machte deutlich, wie wichtig dem jungen Pfarrer die Ökumene ist. In seiner Ansprache führte Regionalbischof Weiss aus, warum Pfarrer ein besonderer und ein besonders schöner Beruf ist, denn ein Pfarrer darf „Trost geben, nachhaltig und effektiv trösten“. Den Predigttext, das 2. Kapitel im Brief des Paulus an die Philipper, legte Weiss im Hinblick auf die Aufgaben und das Wirken eines Pfarrers aus. Der Apostel fordere hier die Christen auf, einander in Gleichheit zu begegnen, weil Gott sich ihnen in Christus gleichgestellt habe. „So ist der lebendige Gott auch unter uns wahrnehmbar. Jesus Christus ist unser Bruder, wir begegnen dem menschgewordenen Gott auf Augenhöhe.“Für die Ordination kamen als Assistenten Vikarin Kathrin Spies, die Pfarrerinnen Maria Ammon und Heidi Kurz, Dirk Grafe, der stellvertretende Dekan von Weiden, Kirchenrat Jens Colditz und Pfarrer Kurz zum Altar. Sie alle, führte Fischer aus, haben ihn auf den verschiedenen Stationen seiner Ausbildung von der ersten Überlegung, Theologie zu studieren, bis zum Examen begleitet, unterstützt und ermutigt. Auf die Ordinationsfrage, die Regionalbischof Weiss stellte, antwortete Fischer: „Ja, dazu helfe mir Gott durch Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes“. Dann kniete er nieder, die Assistenten und Weiß legten ihm die Hände auf und gaben ihm Bibelsprüche mit auf den Weg.

Dann feierte Fischer mit der Festgemeinde das Abendmahl. Die Fürbitten trugen Kirchenvorsteher der Christuskirche und seiner neuen Hirschauer Gemeinde vor. Sie baten um eine Erneuerung der Kirche und glühenden Glauben sowie um Frieden für die ganze verwirrte Welt.

Nach dem Segen lud Fischer die Festgemeinde zum Empfang in den Gemeindesaal ein.

Musikalisch wurde der Festgottesdienst feierlich von den Posaunenchören der Christuskiche und aus Wirbenz unter der Leitung von Susanne Kropf, dem Chor Da Capo mit Dirigentin Friederike Seidel-Kohl, Solistin Julia Schmidt und an der Orgel Gerd Hennecke gestaltet. (cog)

Ordination von Stefan Fischer. Bild: cog
Ordination von Stefan Fischer.
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