Sulzbach-Rosenberg
29.04.2022 - 16:51 Uhr

Polizei meldet sinkende Kriminalitätsrate im Umland von Sulzbach-Rosenberg

Gute Nachrichten bringen die Bürgermeister aus Neukirchen, Etzelwang, Weigendorf und Birgland vom jährlichen Sicherheitsgespräch bei der Polizei in Sulzbach-Rosenberg mit nach Hause.

von mfh

Sehr positiv stellt sich die Bilanz der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg für das Jahr 2021 dar. Der Dienststellenleiter, Erster Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck, erkennt im Fünf-Jahres-Vergleich einen Tiefstand. Mit 966 Straftaten im gesamten Schutzbereich, davon 713 im Stadtgebiet Sulzbach-Rosenberg, zeige die Kurve stetig nach unten, berichtete er im Sicherheitsgespräch mit den Bürgermeistern aus den Gemeinden Neukirchen, Etzelwang, Weigendorf und Birgland. Illschwang war nicht vertreten.

Die Entwicklung spiegle sich in der sogenannten Häufigkeitszahl wider; einer statistischen Größe der Kriminalitätsbelastung pro 1000 Einwohner. Sie liege im Schutzbereich der Polizeiinspektion bei 26,1, währenddessen diese Kennzahl in Bayern 41,1 und in der Oberpfalz 35,6 erreiche. Auch mit der Aufklärungsquote von 79,6 Prozent der Fälle übertrifft die PI Sulzbach-Rosenberg sowohl den bayerischen Durchschnitt von 69 Prozent als auch den der Oberpfalz von 75 Prozent.

Die Statistik der Kriminalitätsentwicklung in den einzelnen Gemeinden war ähnlich positiv zu bewerten wie für den Gesamtraum. In Neukirchen erreichte die Polizei 2021 bei 48 Straftaten eine Aufklärungsquote von mehr als 72 Prozent. Bei 24 Straftaten in der Gemeinde Etzelwang gelang es sogar in 80 Prozent, die Täter zu ermitteln. Hier musste nicht ein Diebstahlsdelikt aufgezeichnet werden. Die Ursache sah Kernebeck im Homeoffice aber auch an den durch Corona bedingten, verstärkten Grenzkontrollen. Auch in Weigendorf gab es keinen Wohnungseinbruchdiebstahl. Die Zahl der Straftaten stieg zwar von 12 auf 15, doch das entspricht einer Häufigkeitsziffer von gerade 12 Delikten auf 1000 Einwohner.

Dass Zahlen auch einen unzutreffenden Eindruck vermitteln können, zeigte die Statistik von Illschwang. Denn hier werden Delikte mitgezählt, die im Bereich der beiden Raststätten an der BAB 6 verübt wurden. Dabei entfielen von insgesamt 125 Fällen allein 54 Prozent auf Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz oder das Waffenrecht. Dienststellenleiter Kernebeck konnte die Bürgermeister jedoch beruhigen: Bereinigt um die beiden Raststätten sehe die Statistik auch nicht anders aus als in den anderen Gemeinden. Um 31 Prozent rückläufig war die Anzahl der Straftaten in der Gemeinde Birgland, die Aufklärungsrate konnte um 8,1 Prozent gesteigert werden.

 
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