13.06.2019 - 16:11 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg blickt auf 125 Jahre zurück

Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg eG feiert 125-jähriges Jubiläum. Eine Erfolgsgeschichte.

Friedrich Wilhelm Heinrich Raiffeisen wurde am 30. März 1818 in Hamm geboren. Er gehört zu den Gründern der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland und ist der Namensgeber der Raiffeisenorganisation. Am 11. März 1888 starb er im heutigen Neuwied.
von Redaktion ONETZProfil
Im Saal der Brauerei Ritter in Hahnbach wurde 1894 der Darlehenskassenverein Hahnbach gegründet.
Der Wunsiedler Genossenschaftspionier Dr. Georg Heim legte auch in Hahnbach den Grundstein für den Darlehenskassenverein.
Der erste Vorstandsvorsitzende ist Pfarrer Franz Kutschenreiter, der Mitbegründer des Darlehenskassenvereins Hahnbach.
Mit Friedrich Wilhelm Raiffeisen an seiner Seite lässt Vorstandsmitglied Erich Übler die 125-jährige Geschichte der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg eG Revue passieren.

Vulkanausbrüche im Pazifik beeinflussten 1846 das Wetter weltweit massiv. Um den Folgen zu begegnen, setzte der am 30. März 1818 geborene Friedrich Wilhelm Raiffeisen auf den Genossenschaftsgedanken. Seine Ideen fielen auch in unserem Raum auf fruchtbaren Boden.

Bei der 125-Jahr-Feier der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg blätterte Vorstandsmitglied Erich Übler in der Chronik, die 1894 in Hahnbach begann. Unterstützt durch den Wunsiedler Genossenschaftspionier, gründete der Pfarrer Franz Kutschenreiter im Saal der Brauerei Ritter der Darlehenskassenverein Hahnbach. Der Geschäftsanteil wird auf 10 Mark festgesetzt und ist in monatlichen Raten von mindestens 100 Pfennigen einzuzahlen. Vorstandsvorsitzender ist der Pfarrer Franz Kutschenreiter, sein Stellvertreter Jakob Urban, ein Müller in Hahnbach. Der Vorstand wird ermächtigt, Mitgliedern Darlehen von bis 1000 Mark zu einem Zinssatz von 4,25 und einer Provision von 0,25 Prozent zu gewähren. Nach dem ersten Geschäftsjahr weist der Verein einen Gewinn von 100,11 Mark aus

1895 folgen Gründungen von Darlehenskassenvereinen in Angfeld, Frechetsfeld, Bachetsfeld, Illschwang, Kürmreuth und Achtel, ein Jahr später in Edelsfeld und zur Jahrhundertwende auch in Rosenberg. 1934 wird die ehemals reichste Industriegemeinde Bayerns mit der Bergstadt Sulzbach zur Stadt Sulzbach-Rosenberg vereinigt. Aus dem Darlehenskassenverein Rosenberg wird die Spar- und Darlehenskasse Sulzbach-Rosenberg.

Mit der Währungsreform am 20. Juni 1948 schmilzt die ohnehin nicht große Substanz der Genossenschaften weitgehend dahin. 1955 gibt es mit Paul Fürbringer wieder einen hauptamtlichen Geschäftsführer. Es folgen die Jahre der Fusionen, die im Jahre 2001 zur heutigen Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg eG führen.

125 Jahre nach der Gründung des Darlehenskassenvereins Hahnbach seien die genossenschaftlichen Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung aktueller denn je, betonte Übler. Und zog das Fazit: "Als einzige Bankengruppe, die ohne jegliche staatliche Hilfe die Finanzkrise gemeistert hat, haben wir ein eindrucksvolles Zeichen unserer Stabilität gesetzt. Wir können heute feststellen, dass wir Genossenschaftsbanken Gewinner der Finanzkrise sind."

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