Morgens um 4.30 Uhr geht es los, drei Mal die Woche, dann stehen Anni Rösel und ihre Helfer bereits in der Halle und bedienen die Bandpresse. Der Apfeltrester, der Pressrückstand, fällt hier über ein Förderband gleich in den Hof hinaus. Rund 5000 Liter Saft ergibt so eine Frühschicht, und neben dem naturreinen Apfelprodukt hat die Obstverwertung (übrigens die einzige Großpresse im Sulzbacher Raum) auch noch zehn andere Geschmackssorten und Mischungen vorrätig.
Abgefüllt und etikettiert werden die Säfte in der eigenen Anlage, die perfekt läuft und den Ansturm gut bewältigt. Täglich von 8.30 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr, samstags bis 12.30 Uhr, kann angeliefert werden noch den ganzen Oktober hindurch.
Wöchentlich einige Hundert Zentner rollen an im Hof der Obstverwertung. Vor allem Stammkunden sind es, die zahllose Säcke mit prachtvollen Äpfeln auf die Waage und danach aufs Förderband wuchten. Sie kommen aus Sulzbach-Rosenberg, dem Landkreis, der Stadt Amberg, aber auch aus dem Nürnberger Land, dem Vilstal Richtung Schwandorf und aus dem Westen. In der Hofgartenstraße wird genau Buch geführt über jedes Kilo Obst, das im Bunker landet. 200 Kilo Äpfel ergeben rund 108 Liter Saft. Der Kunde zahlt einen Verarbeitungsbeitrag und kann einen Teil seines Saftguthabens gleich mitnehmen, der Rest wird in einem Büchlein gutgeschrieben. Auch Birnen gibt es heuer wieder wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ihr Saft veredelt den köstlichen Apfeltrunk zusätzlich.
Seit Ende August läuft die Maschinerie. Pressen, abfüllen - so geht es immer im Tagesrhythmus weiter. Neben dem Haus türmen sich die Berge aus Apfeltrester, begehrt als Wildfutter bei Jägern. Seit 1990 betreibt Anni Rösel das Geschäft, das ihr Vater 1974 vom Obst- und Gartenbauverein übernommen hatte. Und heuer ist sie nur eines: Vollkommen zufrieden.





















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