25.09.2018 - 17:15 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Schlemmerwochen Vorbild für ganz Bayern

Bayerns Gastronomie-Vorsitzende Angela Inselkammer zeichnet die Sulzbach-Rosenberger Gastronomen und Inge Girbert aus

Gratulation und Auszeichnung: Von links Bürgermeister Michael Göth, Hans-Jürgen Nägerl, Inge Girbert, Angela Inselkammer, Richard Reisinger und Thomas Geppert.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Hoher Besuch und höchste Ehren: Die bayerische Gastronomie verbeugt sich vor den Sulzbach-Rosenberger Schlemmerwochen. Im Rathaussaal gibt es zuerst Lob in Hülle und Fülle, dann Häppchen in gleicher Weise. Und wieder steht eine Frau im Mittelpunkt: Inge Girbert, frischgebackene Trägerin des Förderpreises der heimischen Wirtschaft.

Feierliche Stimmung und eine erste Stuhlreihe, die die Spitze des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes beherbergte: Zum Jubiläum kamen prominente Gratulanten, und Ortsvorsitzende Inge Girbert blickte zurück auf den November 1988, als der damalige frischgebackene Bürgermeister Gerd Geismann die einheimischen Wirte um sich scharte und die Schlemmerwochen anregte. "Ich habe mir das nicht zweimal sagen lassen, und am 13. Februar 1989 ging es los", erinnerte sie sich. Bald war der Zeitpunkt vom 15. Oktober bis 15. November auserkoren, und jetzt laufen schon bald die 30. Schlemmerwochen. Inge Girbert dankte den Gastronomen und Mitarbeitern, sie ehrte zwei Betriebe, die schon seit Anfang an dabei sind: Hotel-Gasthof Zum Bartl und Ristorante-Pizzeria Imperatore.

Bürgermeister Michael Göth sah in der Veranstaltung Zeichen gesetzt in der Kulinarik und Gastronomie: Engagement und Leidenschaft schmecke man heraus, das schaffe Stammgäste: "Kein Wunder, bieten doch die Schlemmerwochen kulinarische Höchstgenüsse aus aller Welt" Göth streifte die Kontinente und Regionen, in die Schlemmerreisen führten, vom "Schmaus auf der Alm" über "Das wilde Herz Spaniens" bis "California Dreams" - die ganze Welt auf dem Teller der Gäste.

Eine lange Reihe von Gasthäusern, die schon dabei waren und teils gar nicht mehr existieren, listete das Stadtoberhaupt auf und gratulierte dem Landhotel Weißes Ross und dem Gasthaus Laurer zur Aufnahme unter die 500 besten deutschen Gasthäusern. Göth dankte dem Stadtrat für die Unterstützung der Wochen, die ein "kulinarischer Leuchtturm für die Region" seien.

Landrat Richard Reisinger freute sich, dass das Umland zunehmend mit einbezogen werde und der Landkreis nunmehr zu einem Drittel als Träger fungieren dürfe neben Stadt und Gastronomieverband. "Sie haben eine Marke geschaffen für Stadt und Landkreis."

Als Pflichttermin sehe sie den heutigen Abend, meinte die Präsidentin des Dehoga Bayern, Angela Inselkammer aus Aying. „Gastronomie ist identitätsstiftend, Sie haben es geschafft, Feinschmecker aus nah und fern in Ihre Region zu locken. Ich bin wahnsinnig stolz auf diese 30 Jahre Schlemmerwochen.“ Die Sulzbach-Rosenberger Aktion sei wirklich die einzige ihrer Art in Bayern mit drei Jahrzehnten Bestand. „Hier ist eine Visitenkarte Bayerns entstanden.“ Die Chefin der bayerischen Wirte wies auch auf die Bedeutung der Gastronomie für Arbeitsplätze und Ausbildung hin. Meist seien es kleinere Familienbetriebe, die aber oft mit Schwierigkeiten zu kämpfen hätten.

Das bestätigte auch Landesgeschäftsführer Thomas Geppert, dem die Vielseitigkeit und Kleinteiligkeit der Angebote am Herzen lag. Er lobte das Schlemmer-Magazin und vermutete, dass die Anfänge nicht leicht gewesen seien. „Schlemmerwochen und Tourismus sind gut für die Bevölkerung.“ „Was Sie hier machen, hat Vorbildcharakter für ganz Bayern.“

Hans-Jürgen Nägerl, Bezirksvorsitzender und langjähriger Kollege von Inge Girbert, dankte den Machern des Magazins, den zahlreichen Sponsoren und Unterstützern und den Gastronomen samt Mitarbeitern: "Wir können stolz sein auf unsere Heimat." Angela Inselkammer und Thomas Geppert überreichten mit Nägerl gemeinsam eine der höchsten Auszeichnungen der bayerischen Gastronomie an Inge Girbert: Die silberne Verdienstmedaille mit Ehrennadel des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes. Beim Fingerfood-Diner und zur hervorragenden Musik eines Jazz-Trios der Städtischen Sing- und Musikschule waren sich die zahlreiche Gäste einig: Die Schlemmerwochen sind ein Erfolgsmodell.

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