05.05.2021 - 14:16 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Schnell und ohne Verwechslungen: Corona-Teststraße ein Angebot an alle Schulen

Das Sonderpädagogische Förderzentrum in Sulzbach-Rosenberg erfüllt damit die Testpflicht für Schüler im Präsenzunterricht und kann diese Methode nur empfehlen.

Mit großem Abstand warten die ankommenden Schülerinnen und Schüler im Außenbereich bis sie zum Testen an der Reihe sind. Die ausgelegten Matten wurden von der Firma Physiotherapie Distler in Amberg gespendet.
von Brigitte WeiglProfil

Seit 7. April müssen nach einem Beschluss des Ministerrats alle Schüler in Bayern einen negativen Corona-Test vorlegen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen. Zur Umsetzung dieser Richtlinie hat sich das Sonderpädagogische Förderzentrum in Sulzbach-Rosenberg einen Kooperationspartner gesucht.

Jonas Butz und Jörg Sander vom gemeinnützigen Unternehmen Shapeschool sind bereits in der gebundenen und offenen Ganztagsbetreuung des Förderzentrums tätig. Die beiden entwickelten eine Corona-Teststraße, durch die ein schnelles, sicheres, problemloses Testen aller Schüler vor dem Unterricht ermöglicht wird. Nach einer Anlaufzeit stellten sie ihr Projekt der Öffentlichkeit vor und bieten es kostenlos auch anderen Schulen an.

Der Ablauf sieht so aus: Wenn die Mädchen und Jungen zum Unterricht kommen, stellen sie sich mit dem nötigen Abstand im Außenbereich an, bis sie zum Testen an der Reihe sind. An einer Vorbereitungsstation desinfizieren sie ihre Hände und erhalten ein Teststäbchen, mit dem sie unter fachkundiger Anleitung, jedoch selbstständig den Abstrich in der Nase ausführen. Das Stäbchen wird, mit einem Namensschild versehen, nach innen gebracht. Dort macht ein Lehrer als Testassistent die Analyse. Sobald sich diese Vorgänge etwas eingespielt haben, können sich 18 bis 20 Schüler in zehn Minuten testen lassen. Nach 15 Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden. Die Schüler warten in dieser Zeit auf dem Pausenhof. Sollte ein Test positiv ausfallen, kümmert sich ausgewiesenes Fachpersonal in einem extra dafür vorgesehenen Wartebereich um das Kind, bis die Eltern eintreffen und es abholen. Das ist bis dato aber noch nicht der Fall gewesen.

Schulleiterin Gisela Lehnerer bestätigt, dass der Betrieb der Teststraße reibungslos verläuft. Wenn auch ein hoher personeller und zeitlicher Aufwand betrieben werde, sichere sie doch die Erfüllung der Testpflicht bei einem möglichst geringen Ansteckungsrisiko und ohne Verwechslungen. Landrat Richard Reisinger lobte das Engagement der beiden Entwickler des Projekts und vor allem ihre Bereitschaft, es allen Schulen kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Informationen zur Corona-Teststraße stehen im Internet unter www.shapeschool.de kostenlos zum Herunterladen bereit. Enthalten sind Erklärvideos und Vorlagen für die benötigten Materialien.

Rouven Oeckl, Studienrat im Förderschuldienst, fungiert als Testassistent und führt die Analysen durch.
Die Entwickler der Corona-Teststraße, (von links) Jonas Butz und Jörg Sander von Shapeschool, mit. Schulleiterin Gisela Lehnerer und Landrat Richard Reisinger.

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