Sulzbach-Rosenberg
23.03.2026 - 15:24 Uhr

"Schockanrufe" in Sulzbach-Rosenberg: Polizei rät, einfach aufzulegen

Im Raum Sulzbach-Rosenberg häufen sich momentan Anrufe von Callcenter-Betrügern, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg rät zur Vorsicht.

Besonders ältere Menschen werden oft von Telefon-Betrügern ins Visier genommen. Momentan rufen im Raum Sulzbach-Rosenberg vermehrt falsche "Polizisten" an, um Geld zu ergaunern. Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Besonders ältere Menschen werden oft von Telefon-Betrügern ins Visier genommen. Momentan rufen im Raum Sulzbach-Rosenberg vermehrt falsche "Polizisten" an, um Geld zu ergaunern.

Zuletzt häuften sich "Schockanrufe" von Betrügern in Amberg, jetzt werden der Polizei solche Vorfälle vermehrt aus Sulzbach-Rosenberg gemeldet. Dabei geben sich die Anrufer als Polizisten aus. Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor solchen Anrufen und empfiehlt allen, die sie bekommen: "Legen Sie sofort auf!"

Momentan melden sich per Telefon vor allem falsche Polizisten, berichtet das Polizeipräsidium und erklärt diese Masche: Die Betrüger "spielen vor, dass es in der Nachbarschaft zur Festnahme von Einbrechern kam, bei denen ein Zettel mit den Personalien der Betroffenen aufgefunden wurde. Um die Wertgegenstände der Betroffenen vor weiteren Einbrüchen zu schützen, sollen diese an die vermeintlichen Polizeibeamten übergeben werden".

Verschiedene Betrugs-Maschen

Es gebe aber noch andere Maschen bei den sogenannten "Schockanrufen": Die Täter geben sich laut Polizei am Telefon zunächst als verzweifelte Angehörige der Angerufenen aus. "Kurz darauf wird das Telefon an einen vermeintlichen Polizisten oder Staatsanwalt weitergereicht. Dieser erklärt, dass der Sohn oder die Tochter der Betroffenen einen Verkehrsunfall verursacht hat, bei dem eine Person ums Leben gekommen ist. Um zu verhindern, dass der Angehörige in Haft geht, fordert der falsche Amtsträger eine Kaution von den Betroffenen".

Auch die "Arztmasche" wird laut Polizei oft versucht: "Als vermeintliche Ärzte oder Mitarbeiter von Kliniken rufen die Betrüger bei ihren Opfern an und wollen Geld für eine teure und lebensnotwendige Behandlung eines Angehörigen."

Tipps der Polizei:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch Polizisten oder andere Amtsträger.
  • Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen.
  • Vereinbaren Sie mit Ihren Enkeln oder anderen wichtigen Kontaktpersonen ein Codewort, das bei einem zweifelhaften Gespräch abgefragt wird. Nur wenn dieses Wort genannt wird, wissen Sie, dass der Hilferuf echt ist.
  • Das Codewort sollte einfach zu merken, aber nicht zu leicht zu erraten sein (z.B. Wörter aus Situationen, die Sie beide verbinden und sonst niemand kennt).
  • Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück.
  • Übergeben Sie nie Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Im Zweifel 110 wählen.
  • Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest Vorname und Adresse herausnehmen.
  • Zum Löschen eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an Ihren Telefonanbieter.
  • Ein Formular und Kontaktadressen finden Sie online (www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick)
OnetzPlus
Amberg10.03.2026
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.