07.12.2020 - 18:11 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Sensoren und mobile Luftreinigung für Schulen der Stadt

Der Sulzbach-Rosenberger Stadtrat beschließt mit großer Mehrheit die Anschaffung von elf Geräten für die Jahn-Grundschule.

Der Bekämpfung von Viren in der Raumluft sollen die neuen Geräte dienen.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Wie soll in den Schulen der Stadt gelüftet werden in Corona-Zeiten? Im Stadtrat ging es um die Förderung von Investitionskosten für technische Maßnahmen. Zuschüsse gibt es für CO2-Sensoren grundsätzlich für jeden Klassen- und Fachraum sowie mobile Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion für schwer zu lüftende Räume. Dies ist der Fall bei kleinen Fenstern, innenliegenden Fachräumen, Räumen mit Umluftbetrieb ohne ausreichende Filter und ähnlichen Fällen, hieß mes in der Sitzungsvorlage.

Gemeldet hatten die Schulen folgende Räume: Krötensee-Mittelschule 30 Klassen-/Fachräume, Lehrerzimmer, je ein Zimmer für Verwaltung und Erste Hilfe, die Jahn-Schule 20 Zimmer plus Lehrerzimmer, zwei Verwaltungsräume und die Pestalozzi-Schule 27 Klassen-/Fachräume, je einmal Lehrerzimmer und Verwaltung. Überall seien entsprechend große Fenster zur Lüftung vorhanden, mobile Geräte, die immerhin 4500 Euro kosten können, also nicht förderfähig.

Die Förderung der CO2-Sensoren (Stückpreis etwa 250 Euro) dagegen sei für alle Räume möglich, man käme hier auf knapp 6000 Euro Fördersumme bei Gesamtanschaffungskosten von rund 12 500 Euro für die Schulen. Die Pestalozzi-Schule hat bereits seit ihrer Sanierung überall CO2-Ampeln eingebaut.

In der Sitzung standen drei Varianten zur Auswahl und Abstimmung. Möglichkeit a) wären 50 Sensoren für Krötensee- und Jahn-Schule, Variante b) setzte noch elf mobile Luftreinigungsgeräte für die Jahnschule zusätzlich drauf, und Nummer c) hätte neben den Sensoren 77 mobile Geräte vorgesehen.

In der Diskussion sah Gaby Mutzbauer (Grüne) in den großen Reinigungsgeräten keinen Nutzen, sie seien teuer und laut und böten keine zuverlässige Entfernung von Viren. Das Stoßlüften habe sich dagegen bisher bewährt. Ihre Fraktion sei für die erste Variante. Joachim Bender (SPD) zog a) oder b) in Betracht, Doris Schmidt-Hartmann ebenfalls die mittlere Lösung, und Christian Steger (CSU) sprach sich auch für Anschaffung der elf Großgeräte aus.

Dem schlossen sich Hans-Jürgen Reitzenstein (FDP/FWS) und Stefan Thar (FWU) an. Die Abstimmung ergab dann erwartungsgemäß eine deutliche Mehrheit für Variante b) gegen vier Stimmen. Laut Rechtsdirektor Harald Mizler müssen die Förderanträge bis 31.12. eingereicht werden.

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