27.01.2020 - 15:14 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

SPD auf Feuerwehr-Stadtrundfahrt in Sulzbach-Rosenberg

Vier Feuerwehren stehen in der Verantwortung der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Der SPD-Ortsverein hat sie alle auf einer Rundfahrt besucht und unterschiedliche Gefühlslagen angetroffen.

Das große Gebläse bei der Feuerwehr Rosenberg findet reges Interesse bei den Besuchern von der SPD.
von Redaktion ONETZProfil

In Siebeneichen berichtete Kommandant Achim Stemp über die Einsatzentwicklung seit der Anschaffung von "Siebeneichen 44/1"; dem Mercedes-314-Einsatzfahrzeug, das im Sommer 2018 den Anhänger TS 8/8 abgelöst hat. Nicht zufrieden sei man jedoch mit der sanitären Situation im Feuerwehrhaus, fehlten doch immer noch Toiletten und ein Waschraum. Das Grundstück lässt nicht viele Lösungsansätze offen.

Die Infrastruktur des Feuerwehrgebäudes in Siebeneichen ist nicht mehr zeitgemäß.

Jürgen Schloß, Kommandant der Feuerwehr Rosenberg, hat derzeit keinen Grund zur Klage. Bei Politik und Verwaltung finde er immer Verständnis und Unterstützung, betonte er. Ein neues Mehrzweckfahrzeug werde demnächst den Unimog des Baujahrs 1986 ersetzen. Stadtrat Joachim Bender bemerkte, dass die energetische Sanierung des Gebäudes durch neue Fenster bereits im Haushalt der Stadt berücksichtigt sei. Jürgen Schloß wies darauf hin, dass nach einer Prüfung durch das Institut für Gesundheit ein separater Raum für die Einsatzkleidung geschaffen werden müsse und die derzeitige Abgasanlage für die stehenden Fahrzeuge nicht den aktuellen Bestimmungen entspreche. Wichtiges Thema bleibe die Anschaffung von Schutzkleidung für Arbeiten bei großer Hitze. 173 Einsätze im vergangenen Jahr sprächen für sich.

Armin Buchwald, Kommandant der Feuerwehr Sulzbach, sprach von insgesamt 292 Einsätzen im Jahr 2019. Für die geplante Anschaffung eines neuen LF 20 seien bereits 20 000 Euro für die Ausschreibung im laufenden Haushalt eingeplant, erklärte Stadtrat Bender. Armin Buchwald äußerte den Wunsch, mittelfristig ein Transportfahrzeug "GW-Logistik" mit Ladekran anzuschaffen, um die sehr oft benötigten Materialtransporte für die mittlerweile immer spezifischeren Einsätze zeitnah leisten zu können. Das reiche vom Rüstsatz Bahn bis zum Transport von Sonderlöschmitteln. Ein Stellplatz für das Fahrzeug wäre noch vorhanden.

Vorrangig sei zudem die Schaffung eines Jugendraumes, erinnerte Buchwald. Nur so sei auf Dauer eine umfassende Jugendarbeit gewährleistet, die letztlich auch die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in der Zukunft sichere. Buchwald appellierte mit Unterstützung des Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Thomas Wiesent, an die Politik, die Vorschläge zu prüfen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Im November 2018 erhielt die Feuerwehr Großalbershof ihr Tragkraftspritzenfahrzeug, das den Löschanhänger aus dem Jahr 1959 ersetzte. Die Unterbringung des Fahrzeugs in einer angemieteten Garage könne keine Dauerlösung sein, mahnte Kommandant Alexander Luber. Hier deute der Ankauf eines Grundstücks durch die Stadt aber schon Perspektiven an. Der Neubau eines Gerätehauses werde mit Staatszuschüssen von 57 000 Euro gefördert, so dass die Stadt in den nächsten Jahren vor keiner unlösbaren Aufgabe stehen dürfte.

Die Vorsitzende des SPD-Irtsvereins, Bettina Moser, und Stadtratskandidat Michael Scherer wagen einen Selbstversuch am Gebläse der Feuerwehr Rosenberg. Scherer überprüft die Windgeschwindigkeit mit einem kleinen Messgerät.

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