17.09.2019 - 16:19 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

St.-Anna-Krankenhaus: Ganze Klinikküche hängt am Haken

Für das St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg wird es eine neue Küche geben. Der Landkreis investiert dafür etwa 5,3 Millionen Euro. Zunächst muss dieser Bereich aber in Container umziehen, um die Verköstigung der Patienten zu sichern.

Insgesamt 13 Raummodule werden am St.-Anna-Krankenhaus für eine Interims-Küche innerhalb von zwei Werktagen im ehemaligen Patientengarten aufgestellt. Dazu gehören neben den Kochbereichen auch die Lagerhaltung, Spülküche, Speisenverteilung und Kühlräume.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Im Jahr 2017 wurde das Krankenhausgebäude des St. Anna Krankenhauses mit einer Fördersumme von gut 16 Mio. Euro für einen Bauabschnitt II in den Bayerischen Krankenhausplan aufgenommen. Wie es in einer aktuellen Pressemitteilung der Klinik heißt, sei nun mit der Errichtung einer Interimsküche in Containerbauweise im Patientengarten der Startschuss zum Bauabschnitt II gefallen.

"Insgesamt 13 Raummodule werden dafür innerhalb von zwei Werktagen im ehemaligen Patientengarten aufgestellt. Enthalten sind neben den Kochbereichen auch die Lagerhaltung, Spülküche, Speisenverteilung und Kühlräume. Der Transport des Essens auf die Stationen erfolgt - wie bisher - in speziellen Transportwägen, um das Essen in der richtigen Temperatur zum Patienten zu bringen", sagt Projektleiter Andreas Poeplau.

Wie das Kommunalunternehmen weiter angibt, soll die Interimsküche zwölf Monate stehen, bis die Küche im Klinikgebäude mit einem Investitionsvolumen von etwa 5,3 Millionen Euro neu errichtet werden kann. Dazu muss der gesamte Gebäudeteil für die Küche entkernt und neu aufgebaut werden. In der Neukonzeption der Küche werde auf küchenspezifischen Prozesse geachtet, diese werden optimiert und an die Abläufe einer modernen Speisenversorgung angepasst. Aktuelle hygienische Erkenntnisse seien ebenso zu beachten.

Gemäß Pressetext wird die Umstellung der Kochgeräte mit zentralem Heißdampf auf moderne Elektrogeräte und Induktionsherde zu großen Energieeinsparungen führen. "Der Strom wird demnächst eigenproduziert, da im Untergeschoss des Krankenhauses ein Blockheizkraftwerk in Betrieb geht", verweist Andreas Poeplau auf Beiträge zum Umweltschutz.

Neu sei auch die Aufwertung des zentralen Speisesaals zu einem Patientenrestaurant. Dort können sich dann Patienten an einem Büfett selber bedienen und ihr Mittagessen gemeinsam einnehmen.

"Leider wird das Kommunalunternehmen die Investition für die Küche aus Eigenmitteln finanzieren müssen. Trotzdem ist die Küche eine unumgängliche Investition in die Zukunft" , so Landrat Richard Reisinger, und Vorstand Klaus Emmerich.

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