23.02.2020 - 17:20 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Eine Stadt im Visier der Malergilde

Eine Ausstellung des Vereins Oberfränkische Malertage im Foyer des LCC zeigt Werke in verschiedenen Techniken von unterschiedlichen Künstlern. Im nächsten Jahr soll sich alles um Sulzbach-Rosenberg drehen.

Christel Gollner (Fünfte von rechts) gründete den Verein „Oberfränkische Malertage“, bei dem auch Hans Wuttig (Dritter von rechts) mit dabei ist.
von Heidi FranitzaProfil

Landrat Richard Reisinger eröffnete und begrüßte die Künstler und Besucher der Ausstellung im LCC. Über Hans Wuttig, Gründungsmitglied des Vereins Oberfränkische Malertage sagte Reisinger mit schmunzelnder Mine, Wuttig sei in der Schule schon sein Lehrer gewesen und wie er immer mit Erstaunen feststellen müsse, vergesse er nichts.

21 Mal hatte Wuttig an den Oberfränkischen Malertagen teilgenommen und damit nur einmal diese Veranstaltung versäumt. Die Idee, dass sich alljährlich Kunstschaffende zum Malen in einer Stadt zusammenfinden, wurde zum ersten Mal im Jahr 1998 von Christel Gollner in Weidenberg verwirklicht.

Sie erinnert sich noch genau: "Ich habe damals alle Künstler auch in der weiteren Umgebung angeschrieben. Deswegen ist der Oberpfälzer Hans Wuttig auch Gründungsmitglied des Vereins. Er war von der Idee sofort begeistert!" Aus dem ersten Event in Weidenberg entwickelte sich dann eine jährliche Tradition und auch der Verein. Letztes Jahr war die Gruppe in Ebermannstadt, dieses Jahr werden die Künstler ihre Staffeleien in Bad Steben aufstellen.

Städte bewerben sich

"Wir werden von der Regierung von Oberfranken sowie der Sparkasse und der VR-Bank in Selb unterstützt. In den vier Tagen fertigen die Teilnehmer in ihrer eigenen Bildsprache sozusagen eine Dokumentation", weiß die jahrelange Vorsitzende und Gründungsmitglied des Vereins, Christel Gollner, zu berichten. "Wir haben das Glück, dass sich mittlerweile die Städte um unseren Besuch bewerben. Erstens ist diese Zeit ein Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr und zweitens wird über die Stadt ein einmaliges künstlerisches Porträt erstellt." Die fertigen Werke der Künstler manchmal bis zu 100 Stück, werden zeitnah in der gastgebenden Stadt ausgestellt.

Die gelernte Modistin und Künstlerin Christel Gollner.

Neues Kapitel aufgeschlagen

Den Vereinsvorsitz hat die gelernte Modistin Christel Gollner mittlerweile an Karin Dietel übergeben. Mit der Ausstellung in Sulzbach-Rosenberg wird nun ein neues Kapitel der Öffentlichkeitsarbeit aufgeschlagen. Immerhin hat der Verein ja auch Mitglieder aus der Oberpfalz. Die Verbindung zur Volkshochschule und zum LCC kam durch Nora Matocza zustande. Sie hatte in Ebermannstadt teilgenommen und die Idee mit Sulzbach-Rosenberg eingebracht. Mit viel Engagement und der Unterstützung von Julia Wolfsteiner, der Leiterin der VHS Amberg-Sulzbach, war die Idee dann umgesetzt worden. Für die dezente musikalische Untermalung sorgten Jockel Streb am Klavier und Dieter Serfas am Schlagzeug. Gezeigt werden im LCC Werke in unterschiedlichen Techniken von verschiedenen Künstler mit Motiven aus verschiedenen Städten.

Besondere Würdigung

Noch während der Eröffnungsveranstaltung wurde von allen Seiten die Idee begrüßt, die Oberfränkischer Malertage 2021 nach Sulzbach-Rosenberg zu holen. Das wäre nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Vereinsmitglieder aus der Oberpfalz eine ganz besondere Würdigung. Noch bis 12. Juni 2020 ist die Ausstellung im Foyer des LCC zu besichtigen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.