24.10.2018 - 17:33 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Stadtrat macht den Weg frei: Ärztehaus und Lärmschutzwall kommen

Was der Leerstand in den Innenstädten, sind ungenutzte Brachen an den Rändern. Im Südwesten der Stadt bewegt sich nun wieder etwas. Dort, wo schon einmal die Norma Kunden binden wollte, soll nun ein Ärztehaus entstehen. Auch ein Lärmschutzwall wird notwendig.

Auf diesem Areal an der Neumarkter Straße, wo sich vor einigen Jahren schon die Norma ansiedeln wollte, soll ein Ärztehaus entstehen.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Im Jahr 2014 war man davon ausgegangen, dass der Discounter Norma auf einem nicht genutzten Grundstück an der Neumarkter Straße eine neue Filiale eröffnet. Doch es kam durch verschiedene Verzögerungen nicht zur Realisierung. Wie damals aus dem Bauamt zu erfahren war, erlosch die für dieses Grundstück erteilte Baugenehmigung, da innerhalb von vier Jahren nach Freigabe nicht mit dem Vorhaben begonnen wurde.

Nach vier Jahren relativer Ruhe regte sich nun wieder Interesse für dieses Areal. Eine Ärztin stellte als künftige Bauherrin ihre Pläne im Stadtbauamt vor, Vorberatungen im Ratsgremium folgten. Am Dienstag setzten sich die Räte erneut mit dem Vorhaben auseinander. "Zunächst befasste sich der Stadtrat im Januar mit dem Bebauungsplan, der eine ärztliche Gemeinschaftspraxis sowie ein Wohnhaus für ambulant betreute Demenzkranke auf diesem Grundstück an der Neumarkter Straße vorsah", erklärte Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn am Dienstag bei der Sitzung einleitend. Mittlerweile habe sich durch Untersuchungen ergeben, dass vom Vorhaben keine negativen Auswirkungen auf das angrenzende Wohngebiet "Pantzerhöhe" zu erwarten seien. "Sollte dort aber ein Wohngebäude für Demenzkranke dazukommen, ist ein Lärmschutzwall hin zur B 14 unabdingbar."

Wie die Referatsleiterin weiter erläuterte, ging man zunächst von einem allgemeinen Wohngebiet aus, das Anlagen für gesundheitliche Zwecke zulasse. Eine hausärztliche Gemeinschaftspraxis falle hier darunter, nahm die Verwaltung an. Herausgestellt habe sich aber jetzt, dass nur ärztliche Räume zulässig seien. "Für ein Ärztehaus muss nun ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden", fasste Petra Schöllhorn zusammen. Diesen Plan habe die Bauträgerin am 29. September in der Verwaltung beantragt. Voraussetzung dafür sei nun noch ein mit der Stadt abgestimmter Vorhaben- und Erschließungsplan. "Da eine Frist zur Realisierung nicht absehbar ist, gehört die ursprünglich angedachte ambulant betreute Wohngemeinschaft für Demenzkranke nicht zum gegenwärtigen Antrag", ergänzte die Stadtbaumeisterin.

Die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungs- und Grünordnungsplans passierte den Stadtrat nach kurzer Diskussion ohne Gegenstimme. Außerdem wird der dort geltende Flächennutzungs- und Landschaftsplan geändert.

Info:

Wohngebiet Prohof

Auch die Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes am Ortsrand für das Wohngebiet "Prohof" passierte den Stadtrat am Dienstag ohne Gegenstimme. Von privater Seite wird südlich der Straße Stifterslohe-Prohof ein Baugebiet mit etwa 1,12 Hektar Fläche ausgewiesen. Auf dem ehemals landwirtschaftlich genutzten Areal im südlichsten Sulzbach-Rosenberger Stadtteil könnten zehn Bauparzellen mit Flächen von 941 bis 1564 m2 entstehen. Das Dorf werde laut Vorlage so sinnvoll abgerundet.

Im Stadtteil Prohof entstehen am Südrand zehn Bauplätze. Der Stadtrat machte nun den Weg dafür frei.
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