14.12.2020 - 16:59 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Sulzbach-Rosenberger Hausmülldeponie: 5,1 Millionen Euro für die Umwelt

Nach dem Schlackenberg steht mit der Sanierung der Hausmülldeponie „Erzhülle“ die zweite große Umweltmaßnahme an. Mit einer Abdichtung des Geländes sollen Emissionen ins Grundwasser zukünftig unterbunden werden. Jetzt läuft die Rodung.

Mit der Rodung der Gehölze auf der ehemaligen Hausmülldeponie ist die Firma Forstservice Helm/Feuchtmeyer aus Hirschau betraut.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Vor wenigen Wochen im Stadtrat vorgestellt, geht es jetzt Schlag auf Schlag bei der früheren Deponie „Erzhülle“ auf den Gelände der ehemaligen Grube Karoline. Nach Ende des Bergbaus nutzte die Stadt das Gelände von 1963 bis 1977 zur Ablagerung von Hausmüll. Danach war es bis 1990 eine Bauschuttdeponie. Um das Grundwasser in diesem Bereich zu schützen, ist eine Sanierung unumgänglich.

Wie Projektleiter Florian Nitsch von der R & Umwelt GmbH mit Sitz in Nürnberg beim Ortstermin gegenüber Bürgermeister Michael Göth und Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn erläuterte, würden nun zu Beginn der Sanierung auf etwa fünf Hektar umfangreiche Baumfällungen ausgeführt. Diese seien unumgänglich, um später das Gelände abdichten zu können. „Überwiegend bestehe das Areal aus Brachland mit Verbuschung oder Wald“, erklärte der Planer.

PV-Anlage wird geprüft

Das Stadtoberhaupt freute sich über den Beginn der Maßnahme, die letztlich von der staatlichen Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB), die seit über 30 Jahren die Erkundung und Sanierung von industriell-gewerblichen Altlasten oder gemeindeeigenen Hausmülldeponien betreibt. „Der Kostenanteil der Stadt beträgt rund 200 000 Euro“, sagte der Bürgermeister, der in einem Teilbereich auch die Möglichkeit einer Freiflächen-Photovoltaikanlage prüfen lassen will. Genaueres wisse man aber erst nach weiteren Untersuchungen. Die Gesamtkosten der Maßnahme wurden auf etwa 5,1 Millionen Euro beziffert.

„Wir werden für die gerodeten Flächen einen Ausgleich schaffen, der über den vorhandenen Bestand hinausgeht“, informierte die Stadtbaumeisterin. Sie brachte dabei Hecken, Magerrasen und weitere extensive Begrünung ins Gespräch. Nach der Ausschreibung und den Rodungen folgt die Geländemodellierung und Folienabdeckung, was bis Mitte 2022 abgeschlossen sein soll. „Danach folgt Phase II mit der Förderung der Deponie-Sickerwässer. Diese werden gespeichert und behandelt, um eine künftige Gefährdung der Umwelt auszuschließen“, merkte Florian Nitsch an. Inklusive Abpumpen könne die Sanierungsdauer auf der 5 Hektar großen Fläche mit 4,5 bis 5,5 Jahren angegeben werden.

Mehr zur Sanierung der Hausmülldeponie

Sulzbach-Rosenberg
Vorstellung der Sanierung der früheren Hausmülldeponie „Erzhülle“ zwischen Katzenberg und Feuerhof mit (von links) Bürgermeister Michael Göth, Projektleiter Florian Nitsch und Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn.
Die frühere Hausmülldeponie wird saniert.
Baumbestand auf dem Gelände der früheren Deponie.

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