01.09.2020 - 16:44 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Sulzbacher Pulverturm: Architektur als Antwort auf mittelalterliche Kanonenaufrüstung

In der Sulzbacher Altstadt begleitet Besucher eine reiche Historie auf Schritt und Tritt. Auch die Stadtbefestigung gehört zu diesen Zeugen der Vergangenheit. Auf ihrer Westseite gibt es eine Besonderheit.

Der markante Sulzbacher Pulverturm gehörte zur mittelalterlichen Stadtbefestigung.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Es gibt mehrere alte Stadtansichten, wie Drucke, Stiche, Zeichnungen oder Gemälde, denen eines gemein ist: Auf ihnen ist der markante historische Pulverturm der westlichen Stadtbefestigung klar zu erkennen. In der Oberen Bachgasse verortet, wurde er früher zu Wohnzwecken genutzt und bietet heute Tagestouristen oder Urlaubern eine Herberge. Unter Kaiser Karl IV. errichtet, diente der Turm zum Schutz des Bachviertels und der Fürstenquelle. Architektonisch ist er nach Expertenansicht eine Antwort auf den zunehmenden Einsatz von Kanonen im 14. Jahrhundert. Gegen sie konnte der "Sulzbach" alleine keinen ausreichenden Schutz mehr bieten, wohl aber die runde Form des Turmes, die Kugeln ablenken sollte. Auch der mit Schutt gefüllte Zwischenraum der zweischaligen Wand diente sicher der Minderung der Aufprall-Energie. Nach dem Stadtbrand 1822 kam der Pulverturm in den Besitz der Familie Renner.

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