22.02.2021 - 19:50 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Virus-Mutation auch im St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg

Die Mutation des Coronavirus ist inzwischen auch für Patienten des St.-Anna-Krankenhauses in Sulzbach-Rosenberg nachgewiesen. Bisher weiß man allerdings nur bei einem die genaue Art der Variante.

Die Covid-Station im St.-Anna-Krankenhaus ist strengen Richtlinien für die Isolierung der infizierten Patienten unterworfen.
von Markus Müller Kontakt Profil

Derzeit befinden sich 11 Patienten mit einer bestätigten Covid-19-Infektion zur Behandlung im St.-Anna-Krankenhaus, ein Patient davon wird intensivmedizinisch betreut. Das teilte Sprecherin Marie Ehras am Montag auf Anfrage von Oberpfalz-Medien mit.

Bei 4 Patienten wurde laut Ehras eine Infektion mit einer Mutation des SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen. Die Typisierung sei über ein externes Labor erfolgt. Bei einem Patienten habe man dabei die Virusvariante B1.1.7, die sogenannte „UK-Mutation“, also die britische Variante, nachgewiesen. „Die übrigen drei Testergebnisse, um welche Variante es sich jeweils handelt, stehen aktuell noch aus.“

Alle auf der Isolierstation

Sämtliche Covid-19-Patienten würden strikt von den übrigen Patienten getrennt und auf einer Isolierstation behandelt, so Marie Ehras zur bewährten Vorgehensweise. Es erfolge zudem die Trennung der Virusmutationen von den „normalen“ Covid-19-Patienten.

Auch im Klinikum St. Marien Amberg werden Patienten mit der Virusmutation behandelt

Amberg

Akut erkrankte Mitarbeiter gibt es gemäß den Informationen aus dem Krankenhaus derzeit nicht. „Die im Kommunalunternehmen intern durchgeführten Impfaktionen waren sehr erfolgreich“, bemerkt Ärztlicher Leiter Dr. Klaus Nester dazu. „Bisher sind 85 Prozent der Mitarbeiter durch Impfung oder durchgestandene Erkrankung immunisiert.“

Regelbetrieb ist gewährleistet

Deshalb ist derzeit auch keine Einschränkung des Betriebs im Kommunalunternehmen zu befürchten, etwa in der Art, dass planbare Operationen verschoben werden müssen. „Zum aktuellen Zeitpunkt stehen sowohl räumlich als auch personell ausreichend Behandlungskapazitäten zur Verfügung, um auch den Regelbetrieb uneingeschränkt aufrechtzuerhalten.“

Der Krisenstab des Kommunalunternehmens tagt laut der Presseinformation mehrmals wöchentlich und behält die hausinterne wie auch die externe Covid-19-Entwicklung sehr genau im Blick. Im St.-Anna-Krankenhaus gilt bereits seit dem 16. Dezember ein Besuchsverbot, und im Hinblick auf die Ausbreitung der Virusmutation ist dessen Ende erst einmal nicht absehbar. Ausnahmen für das Besuchsverbot gelten bei Geburt und Sterbebegleitung. Details dazu sind auf der Homepage www.kh-as.de zu finden.

Keine Mitarbeiter erkrankt

Die St.-Johannes-Klinik in Auerbach, die nach einem heftigen Coronaausbruch im Dezember zeitweise geschlossen war, beherbergt inzwischen wieder 38 Rehabilitanden und 6 akutstationäre Patienten. „Auch in der St.-Johannes-Klinik gibt es keine erkrankten Mitarbeiter“, so Ehras und Nester. In der dortigen Klinik für Innere Medizin sei jetzt eine eigene Covid-19-Behandlungseinheit etabliert. „Sollte der Bedarf für weitere intensivmedizinische Behandlungen notwendig sein, so erfolgt nach Absprache eine direkte Verlegung der Patienten auf die Intensivstation des St.-Anna-Krankenhauses.“

Alle Patienten, die in Auerbach stationär aufgenommen werden, müssen sich Eingangsuntersuchungen und Testungen unterziehen. „Die Rehabilitanden werden zunächst bis zur Folgetestung am fünften Tag in Einzelzimmern betreut und therapiert. So können zwischenzeitlich auch Rehabilitanden mit positivem Befund, die nicht mehr akutstationär behandelt werden müssen, zeitnah ihre Rehabilitationsmaßnahme antreten.“

 

 

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