23.07.2021 - 11:13 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Wales steht Pate für den Drachen im Stadtgraben von Sulzbach-Rosenberg

Jetzt ist es heraus: Der eiserne Drache, der zur Zeit im Stadtgraben aufgebaut wird, heißt "Ystorion". Er ist das Zentrum des neuen Geschichtsbands, das Einheimischen und Gästen die Sulzbach-Rosenberger Geschichte nahebringen will.

Bürgermeister Michael Göth testet das Gewicht der Original-Kanonenkugel aus dem Landshuter Erbfolgekrieg, die bei einem Drachensegment aufgehängt ist.
von Autor GACProfil

Der Sulzbacher Stadtgraben hat ein neues Wahrzeichen, ein sagenumwobenes noch dazu: "Ystorion", einen metallenen Drachen. Viele Märchen und Geschichten ranken sich um Drachen. Die feuerspeienden Ungeheuer stehen aber auch für die Stahlerzeugung und den Bergbau. Da ist es nur natürlich, dass der Drache im Stadtgraben größtenteils unterirdisch lebt und nur an ausgewählten Stellen des neuen Stadtgeschichte-Pfads ins Freie kommt. Da wo er sichtbar wird, gibt es Durchblicke und Ausblicke, Aktivitäten und Informationen. An den Infotafeln werden QR-Codes angebracht, die mit Audio-Dateien vernetzt sind. Die Tondokumente geben nicht nur den Inhalt der Tafeln - wahlweise auf Englisch oder Deutsch - wieder, sondern sie enthalten auch Original-Klänge. So wird Geschichte lebendig.

Der Name "Ystorion" ist aus einem walisischen Wort für Geschichtenerzähler hergeleitet. Das passt zur Berg- und Hüttengeschichte, die Sulzbach-Rosenberg geprägt hat, weil Südwales eines der großen Bergbau- und Stahlreviere Europas war. Der Geschichtenerzähler Ystorion bietet an jeder Station Information und besondere Erlebnisse. An einer Stelle kann man zum Beispiel eine Original-Kanonenkugel aus dem Landshuter Erbfolgekrieg anheben, um zu spüren, wie schwer sie ist. Weiteres soll aber noch nicht verraten werden.

Bürgermeister Michael Göth dankte der Arbeitsgruppe, die sich mit der Gestaltung des Stadtgrabens beschäftigt hat: "Das Kulturamt, das Stadtmuseum, die Stadtbibliothek, die Sing- und Musikschule, aber auch Vereine wie das Stiber-Fähnlein haben alle zusammengearbeitet, um diesen Ort so attraktiv zu machen." Architektin Christine Schaller-Kokesch, die die Projektleitung hat, ergänzte: "Das Geschichtsband im Stadtgraben ist Teil einer Reihe von Projekten zur Veranschaulichung der Stadtgeschichte. Weitere sind am Annaschacht, am Schaustollen Max und im Stadtmuseum geplant."

Die Geschichte Sulzbach-Rosenbergs erlebbar machen

Sulzbach-Rosenberg
Bürgermeister Michael Göth, Planer uind Bauleiter Josef Starkl und Architektin Christine Schaller-Kokesch (von links) enthüllen auf der Baustelle den Namen des Geschichtsdrachens.

 

 

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