01.10.2018 - 16:31 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Ist der Werkraum schon zu klein?

Der Bauausschuss des Kreistages begutachtet das sanierte Sonderpädagogische Förderzentrum: Ein Antrag der Freien Wähler zielt bereits auf Erweiterung.

Der Bauausschuss mit Landrat Richard Reisinger (Fünfter von links) und Schulleiterin Gisela Lehnerer (Vierte von rechts) besuchte auch den neuen Werkraum mit seinen acht Plätzen.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Die Generalsanierung des Sonderpädagogischen Förderzentrums Sulzbach-Rosenberg ist weitgehend abgeschlossen. Jetzt besah sich der Bauausschuss des Kreistages vor seiner Sitzung das Projekt und zeigte sich beeindruckt. Allerdings gab es dabei schon den ersten Ergänzungsantrag.

Die Schule bestand aus dem Altbau und der Turnhalle von 1977, 1995 kam der neuere Anbau dazu. Anlass für die Sanierung war der energetische Zustand des Altbaus, er entsprach dem Stand der 70er-Jahre. Die Schule wurde mit einer Elektro-Fußbodenheizung bzw. mit Elektrospeicheröfen versorgt. Das System war marode, sehr störanfällig und grundsätzlich nicht mehr sanierbar.

Neubau-Beschluss

Der Gebäudezustand verursachte entsprechend hohe Unterhalts- und Energiekosten, denn neben der desolaten Heizung gab es auch Mängel beim Brandschutz und bei den Sicherheitsanlagen. "Generell waren die Gebäude abgewirtschaftet", erklärten die Experten des Landratsamtes dazu. 2011 fasste der Kreistag den Beschluss zur Planung einer Sanierung samt Neubau. Es wurden verschiedene Konzepte geprüft und das Konzept einer Generalsanierung mit Ersatzneubau und dem Abbruch des Altbaus vom Kreistag 2012 beschlossen. Die Gründe waren die Wirtschaftlichkeit von zwei kleineren Ersatzneubauten und der Sanierung des Anbaus, die geringe Beeinträchtigung des Schulbetriebs im Bauablauf und die Vermeidung von Containerlösungen zur Auslagerung. Entstanden sind zwischen 2014 und 2018 seitdem 14 Klassenzimmer, davon 2 für Stütz- und Förderklassen, Differenzierungs- und Gruppenräume, Fachräume, Ganztagesbereich mit Mensa und Aufenthaltsräumen, Einfachturnhalle, Fahrradübungsplatz auf insgesamt etwa 5000 Quadratmetern Nutzfläche. Die geplanten Baukosten lagen bei rund 13,7 Millionen, gefördert vom Freistaat mit 5 Millionen Euro und zusätzlichen Mitteln des Bundes von rund 450 000 Euro. Die Stütz- und Förderklassen ziehen vom Ernst-Naegelsbach-Haus in das Förderzentrum, das übrigens durch Fernwärme versorgt wird. Seit Schuljahresbeginn sind alle Gebäude in Betrieb und bis auf Restarbeiten fertiggestellt. Die Außenanlagen folgen bis Ende des Jahres, die Pflanzarbeiten bis Frühjahr 2019. Die Gesamtfertigstellung blieb im Zeitrahmen der Planung, die Gesamtkosten werden vermutlich nur um etwa 800 000 Euro überschritten. Das entspreche einer Kostensteigerung von unter sechs Prozent, bilanzierte der Landrat zufrieden.

Reicht der Platz?

Nun hatten aber die Freien Wähler über ihre Kreistagsfraktion einen Antrag gestellt: Darin kritisierten sie unter anderem den Werkraum. Dieser sei mit nur acht Werkbänken viel zu klein, um die handwerklichen Fähigkeiten der derzeit 180 Schüler bereits im Schulbetrieb zu fördern.

Die FW-Fraktion bat zu prüfen, ob eine freistehende Werkhalle samt Lager und Maschinen nicht die bessere Lösung wäre für Vielseitigkeit und Raumbedarf. Landrat Richard Reisinger schlug eine Lösung vor, mit der sich schließlich alle einverstanden erklärten: "Wir beobachten jetzt ein, zwei Jahre die Schülerzahlen und machen dann eine vernünftige Lösung, um gegebenenfalls zu erweitern."

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