27.03.2019 - 16:31 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Zehnte Reise zu den Tibet-Flüchtlingen

"Es ist unvorstellbar, wie dankbar die Menschen für die Hilfe sind", weiß Simone Gradl, die am Freitag mit ihrem Mann Peter zu ihrer zehnten Flugreise nach Indien aufbricht, um dort tibetischen Flüchtlingen zu helfen.

In sehr bescheidenen Verhältnissen läuft im tibetischen Flüchtlingsdorf Purang in Südindien der tägliche Schulunterricht.
von Andreas Royer Kontakt Profil

"Es ist unvorstellbar, wie dankbar die Menschen für die Hilfe sind", weiß Simone Gradl, die am Freitag mit ihrem Mann Peter zu ihrer zehnten Flugreise nach Indien aufbricht, um dort tibetischen Flüchtlingen zu helfen.

Die Vorsitzende des Vereins "Licht für Tibet" spricht von rund 70 Patenschaften, für die sie alljährlich persönlich etwa 20 000 Euro übergeben können. Da es ungemein wichtig sei, den Flüchtlingen einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen, unterstützen die Sulzbach-Rosenberger ganz aktuell ein Schulprojekt im südindischen Purang. Der Verein besserte aber auch im Dorf Bylakupe Lernräume aus und finanziert eine Lehrerin.

Aber auch die Infrastruktur des Flüchtlingsdorfes, das nur sporadisch mit Strom versorgt wird, will der Verein modernisieren. "Da es dort ähnlich wie im Urwald keine Straßenbeleuchtung gibt, sponsern wir Solar-Lampen im Wert von 3000 Euro. Dafür übergeben wir auch persönlich das Geld", sagt Peter Gradl im Pressegespräch. Wie die beiden Helfer berichten, zeigen sich bereits jetzt große Erfolge ihrer Patenschafts-Aktionen in Form von schulischen Erfolgen oder aufgenommenen Studiengängen. "Diese Patenschaften sind nun nicht mehr notwendig, und können bei Bedarf an andere Flüchtlinge übertragen werden", so Simone Gradl. Sie freute sich beim Redaktionsbesuch ganz besonders über die Pestalozzischule, die ebenfalls eine Patenschaft für ein Schulkind übernommen hat.

Die Gradls danken auf diesem Weg allen aktuellen und früheren Unterstützern, die den notleidenen Menschen in den Camps in Nord- und Südindien wieder Hoffnung und Zuversicht geben konnten.

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