21.12.2020 - 13:06 Uhr
TännesbergOberpfalz

Friedhof Tännesberg: Pietätvoll, sicher, digital

In der letzten Sitzung des Jahres beschäftigte sich der Marktrat ausschließlich mit anstehenden Problemen und der längerfristigen Zukunft des Tännesberger Friedhofs. Bürgermeister Ludwig Gürtler sieht einen erheblichen Handlungsbedarf.

Für den Friedhof Tännesberg mit Friedhofskapelle, Leichenhaus und Urnengräber entwickeln die Markträte ein Entwicklungskonzept.
von Redaktion ONETZProfil

Sowohl in gestalterischer als auch sicherheitstechnischer Sicht gilt es laut Bürgermeister Ludwig Gürtler, die zentral gelegene Ruhestätte für die Verstorbenen in Tännesberg einerseits und der Begegnungsort der Angehörigen andererseits pietätvoll aufzuwerten und für die erforderlichen Arbeiten möglichst gefahrlos zu gestalten. Darüber diskutierten die Markträte in ihrer Dezembersitzung.

Durchbrochene Mauer

Im Umgriff sollte zunächst über die Ablösung der Garagengebäude nachgedacht werden. Die als Parkplatz genutzte Schotterfläche und der zur Erschließung dienende Feldweg für den östlichen Eingang haben ebenfalls erheblichen Instandsetzungs- und Gestaltungsbedarf. Auch im Rahmen der Dorferneuerung wird es den Angaben nach hier Möglichkeiten geben. Um mögliche Zuwendungen nicht zu gefährden, müsse aber insoweit abgewartet werden.

Ein größeres Projekt dürfte die aus Bruch- und Feldsteinen bestehende südliche Friedhofsmauer werden, die bereits einmal durchgebrochen ist. Mehrere Varianten werden demnach geprüft. Die Umsetzung der Maßnahme wird in Absprache mit den Grundstückseigentümern umgesetzt.

Auto zwischen Grabstellen

Tännesberg

Einige Punkte gibt es im Innenbereich. Vor allem sollten der schmale Hauptweg etwas verbreitert und die zu den Gräbern führenden Stufenanlagen entschärft werden. Besonders für ältere Menschen bedeuten diese Stolperstellen eine erhöhte Sturzgefahr. Um das Mauerwerk der Friedhofskapelle nicht zu gefährden ist geplant die hochstämmige Bepflanzung entsprechend zu ersetzen.

Als nicht gelungen wurde im Gremium das für Urnengräber angelegte Karree angesehen. Dafür wird die Anlage einer Urnenwand mit entsprechenden Erweiterungsmöglichkeiten favorisiert. Ein würdevoller Platz dafür könne sicherlich gefunden werden.

Ziel: Digitale Verwaltung

Angedacht ist auch die Neuordnung und Digitalisierung der Gräber, um mehr Zwischenräume für die Unterhaltsarbeiten zu erhalten und die Verwaltung der Gräber zu vereinfachen. Bürgermeister Ludwig Gürtler wies ausdrücklich darauf hin, dass deshalb niemandem das Grabnutzungsrecht genommen wird. Einschränkungen gibt es höchstens bei freien, neu zu vergebenden Plätzen.

Die beabsichtigte Umgestaltung und Entwicklung des Friedhofes wurde fraktionsübergreifend für notwendig und gut gehalten. Marktrat Robert Eichhorn (CSU) sieht den Friedhof als Aushängeschild für den Markt und erinnerte in diesem Zusammenhang an die vom Ortsverband bereits durchgeführte Sanierung des Leichenhauses.

Für diese langfristig angelegten Planungen, gerechnet wird mit mehreren Jahrzehnten, halten die Räte externe Beratung und Mithilfe für unbedingt erforderlich. Daher beschlossen sie einstimmig, Angebote von fachlich geeigneten Büros über die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes einzuholen.

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