12.01.2021 - 11:06 Uhr
TännesbergOberpfalz

Nächste Baustelle für Pfarrei Tännesberg

Nach der Renovierung der Wallfahrtskirche St. Jodok und der Generalsanierung und Erweiterung des Kinderhauses steht der Pfarrei Tännesberg bereits die nächste Baustelle ins Haus – die Renovierung der Pfarrkirche St. Michael.

Die Pfarrkirche St. Michael in Tännesberg muss renoviert werden.
von Rebekka FischerProfil

Nachdem das Vorgängergebäude bei einem Großbrand 1826 zerstört worden war, wurde am 9. April 1827 mit dem Bau der neuen Kirche begonnen und die Tännesberger Pfarrkirche am 29. September 1829 eingeweiht. Das Gotteshaus ist ein Baudenkmal und verfügt über 350 Sitzplätze, 2 Altäre, 5 Glocken und eine Orgel. Die letzte Außen-und Innenrenovierung wurde von 2001 bis 2003 durchgeführt, jedoch nicht vollendet.

Aufgrund einer Frist von 20 Jahren, welche zwischen den Renovierungen liegen muss, kann mit der neuen Maßnahme erst 2023 begonnen werden. Die Planungsphase ist mit dem Erstbesuch des Diözesanarchitekten Marc Hiller bereits angelaufen, beim Ortstermin mit Pfarrer Wilhelm Bauer und Kirchenpfleger Hans Maier wurde das Gotteshaus in Augenschein genommen und der Umfang der geplanten Maßnahmen festgelegt. Der Zustand der Kirche wurde als „gut“ gewertet, trotzdem besteht in einigen Bereichen Handlungsbedarf.

Feuchtigkeit im Mauerwerk

Eines der größten Probleme stellt die Feuchtigkeit im Mauerwerk dar, sie ist nicht nur schädlich für Putz und Anstrich sondern beeinträchtigt auch das Raumklima enorm. Wenig förderlich ist es zudem, dass sich die zentralen Halogenstrahler derzeit in den Lüftungslöchern befinden. Desweiteren weist die Natursteinfassade der Treppe zum Hintereingang Fugenausbrüche und Verschiebungen im Bereich der Stufen auf. Eine Untersuchung des darunterliegenden Treppenaufbaus ist erforderlich, um nicht offensichtliche Schäden durch eindringendes Oberflächenwasser zu erkennen.

Elektrik und Beleuchtung

Die Halogenstrahler in den Lüftungslöchern müssen entfernt werden, eine Beleuchtung des Innenraumes über den oberen Abschluss der Säulen wäre möglich. Ein Beleuchtungskonzept soll klären, ob auf die zentralen Strahler grundsätzlich verzichtet werden kann und in wie weit alternative Lichtquellen ausreichen. Zusätzlich muss die Elektroinstallation überprüft und entsprechend nach Vorschriften und Richtlinien nachgerüstet werden.

Gesamtheizkonzept in Diskussion

Derzeit wird der Kirchenraum über eine Fußbodenheizung temperiert, diese wurde bei der Innenrenovierung 1979 eingebaut. Der ursprüngliche Heizkessel wurde 2009 durch einen Elektroheizkessel getauscht. Da dies eine zeitlich begrenzte Lösung darstellt, ist ein Gesamtheizkonzept mit der Marktgemeinde und den Anliegern zu diskutieren. Die Leitungen der Fußbodenheizung sind vor dem Anschluss an eine andere Heizanlage zu prüfen.

Die Baumaßnahmen sollen in zwei Abschnitte unterteilt werden. Im ersten Abschnitt soll die Außenrenovierung und die Voruntersuchung zur Innenrenovierung vorgenommen werden, anschließend folgt im zweiten Bauabschnitt die Innenrenovierung. Der nächste Schritt ist die Erstellung von Planungs- und Kostenunterlagen in Abstimmung mit dem bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde.

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Tännesberg

 

 

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