01.03.2021 - 11:50 Uhr
TännesbergOberpfalz

Tännesberg: Straßensanierung verzögert sich

Zur Zeit wird bei sämtlichen Antragstellern vom Freistaat kein vorzeitiger Baubeginn für die Maßnahme in der Oberviechtacher Straße erteilt. Die nötigen Mittel sind nicht vorhanden.

Die Oberviechtacher Straße müsste saniert werden. Der Start der Maßnahme verschiebt sich jedoch.
von Redaktion ONETZProfil

Um rasch die erforderlichen Zuwendungen für die Sanierung der Oberviechtacher Straße zu erhalten, schlägt die Gemeinde einen Sonderweg ein. Beim Förderantrag sind der Markt als Bauträger und das Amt für Ländliche Entwicklung als Zuschussgeber aufgetreten. Nach neuesten Informationen wird zur Zeit bei sämtlichen Antragstellern vom Freistaat kein vorzeitiger Baubeginn, der erforderlich wäre, erteilt. Die nötigen Mittel sind nicht vorhanden. Einen rascheren Maßnahmenbeginn verspricht man sich nun beim „klassischen“ Verfahren, in dem das Amt für Ländliche Entwicklung als Bauträger auftritt und der Markt seinen Anteil als „Zuschuss“ leistet. Mit der Umstellung des Verfahrens ist ein erheblicher Zeitaufwand verbunden, da neue Berechnungen, Stellungnahmen und so weiter erforderlich sind. Der Baubeginn verschiebt sich deshalb nach heutigen Erkenntnissen bis ins kommende Jahr. Durch die Umstellung des Verfahrens werden keine Mittel aus anderen Maßnahmen abgezogen.

  • Ärger über Rundbrief

Für einen Eklat sorgte ein Rundbrief von einer beim Markt beschäftigten Person. Auch wenn sie hier als Privatperson auftritt, war das für Altbürgermeister Werner Braun (Freie Wähler), ohne die Meinungsfreiheit einschränken zu wollen, ein indiskutables Verhalten und verletze das Vertrauensverhältnis. Die Dinge, die die Person in dem Schreiben ansprach, könnten nur durch vertrauensvolle Zusammenarbeit bewältigt werden. Braun verwehrte sich gegen die als Gängelei, Besserwisserei oder sogar als Drohung empfundenen Einlassungen und widerlegte beispielhaft die dort angeführten Behauptungen. Sauer aufgestoßen war ihm besonders, dass herausgelesen werden kann, die Generation Ü 60 riskiere die Zukunft unserer Kinder. Dabei sei es aber so, "dass die Gestaltung der Zukunft unserer Kinder bereits vor Jahrzehnten begonnen hat".

Lesen Sie hier einen weiteren Bericht über die Marktratssitzung

Tännesberg

Eine gesicherte Wasserver- und Entsorgung, damit verbunden die Ausweisung großer Wasserschutzgebiete mit Abstufung und Einziehung von Straßen, der Waldumbau entlang von Bachläufen - exemplarisch die Renaturierung des Kainzbachs -, die Anlegung eines Obstlehrpfads, Waldrandgestaltung, Rückbau von reinen Fichtenbeständen und einiges mehr seien wohl elementare Dinge für eine lebenswerte Zukunft, meinte Braun. Seit jeher werde in der Waldbewirtschaftung in hervorragender Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten auf „Biodiversität im Wald“ geachtet. Gemeinde und Staatsforsten hätten dafür bestens ausgebildetes und agierendes Personal. In die gleiche Kerbe schlug Markträtin Rebekka Fischer und verwehrte sich gegen diese anmaßenden Veröffentlichungen. Bürgermeister Ludwig Gürtler stelle klar, dass die betreffende Person keinerlei Kompetenzen für gemeindliche Angelegenheit hat. In Sachen Umwelt und Natur läuft zur Zeit in Tännesberg das Programm „Land belebt“ ausschließlich unter der Leitung von Landschaftspfleger und Gärtnermeister Johannes Weinberger.

  • Glasfaseranschluss

Noch nicht abgeschlossen ist der Gigabit-Anschluss Glasfaser in Tännesberg, Kleinschwand, Großenschwand und Pilchau. Mit Hochdruck will Gürtler für den Fortschritt der Maßnahmen und einer Förderung sorgen. Das von der Breitbandberatung Bayern durchgeführte Auswahlverfahren wurde von einer Arbeitsgruppe des Gemeinderates analysiert und unter Berücksichtigung gemeindlicher Interessen ergänzt.

  • Abrechnungsbescheide Wasser/Kanal 2020

Bei der Fertigung der kürzlich zugestellten Gebührenbescheide für Wasser und Abwasser ist im Rechenzentrum ein kleiner Fehler unterlaufen. Als Abrechnungsstichtag wurde nicht der 31. Dezember 2020 verarbeitet sondern der 21. Januar 2021. Der Abrechnungszeitraum 2021 verkürzt sich um diese Zeit. Den Gebührenzahlern geht nichts verloren.

  • Rettungsdienst

Der Rettungsdienst war 2019 im Gemeindegebiet bei 97 Notfällen im Einsatz. Von den 76 auswertebaren Einsätzen konnte die vorgegebene Fahrzeit von höchstens 12 Minuten eingehalten werden.

  • Mobilfunk

Die sogenannten weißen Flächen beim Mobilfunk, hauptsächlich östlich von Tännesberg, sollen geschlossen werden. Für den Sendemast steht ein gemeindeeigenes Grundstück „Auf den Bränden“ zur Verfügung. Ein Förderantrag wurde bereits gesellt. Ein Betreiber ist in Aussicht.

  • Regionalmarkt

Für den Regionalmarkt sind bereits Anfragen eingegangen. Aufgrund der gegebenen Umstände ist aber noch nicht absehbar, ob er durchgeführt werden kann.

  • Zuschuss für Radweg

Die Bundesrepublik hat ein Förderprogramm für Radwege aufgelegt. Wenn bis Ende 2021 die vollständigen Förderunterlagen vorliegen, kann mit einem Zuschuss von 80 Prozent gerechnet werden. Als mögliche Maßnahme wäre ein Radweg ins Gewerbegebiet nach der Fußgängerunterführung bei der B 22.

 

 

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