09.06.2020 - 09:19 Uhr
TännesbergOberpfalz

Über den Lehrpfad und auf den Schlossberg

Bei einem Rundgang in die Erdgeschichte eintauchen und dann beim Ausblick vom Schlossberg die Schönheit der mittleren Oberpfalz genießen. Diese Möglichkeiten bietet der "Urlaub dahoam" in Tännesberg.

Weit hinein in die oberpfälzer Landschaft reicht der Blick des Betrachters vom Schlossberg aus. Das steile Gelände pflegen seit längerer Zeit Schafe.
von Alois KöpplProfil

Urlaub in der Natur liegt im Trend. „Stille und Erholung“ heißen die neuen Zauberwörter für gestresste Erholungssuchende. Die Oberpfalz ist eine Perle der Natur und bietet Erholungssuchenden ein vielfältiges Angebot an Wandermöglichkeiten. Besonders in Coronazeiten beginnt so mancher nachzudenken und die reizvollen Plätze unserer Region aufzusuchen. Der Geologische Lehrpfad in Tännesberg und der Schlossberg bei Tännesberg zählen zu ihnen.

Der Lehrpfad entstand in den 1970er Jahren im Zuge der Flurbereinigung in Tännesberg. Er ist der erste Geologische Lehrpfad in Bayern, der die Entwicklung der Gesteinsbildung in der Erdgeschichte aufzeigt. Die Oberpfalz wurde auch früher gerne als Steinpfalz bezeichnet, denn „es gab viele Steine und wenig Brot“, wie es hieß.

Auf dem etwa 2,5 Kilometer langen Rundweg, auf dem auch Vierbeiner willkommen sind, gibt es viel zu entdecken. Es sind über 20 Tonnen schwere Steine zu finden. Schautafeln erläutern ihre Entstehung und ihr Vorkommen. Granit, Gneis, Diorit, Redwitzit, Aplit, Sandstein, Pegmatit, Basalt und Sandstein, um nur einige zu nennen, zählen zu den steinernen Zeitzeugen des Geologischen Lehrpfads. Dieser kann auch mit einem Audioguide begangen werden, der bei der Gemeinde und in den örtlichen Hotels ausgeliehen werden kann.

Der Tännesberger Schlossberg, mit knapp 700 Metern der höchste Punkt des Ortes, ist nach wenigen Minuten Gehzeit vom westlichen Parkplatz beim Geologischen Lehrpfad aus gut zu erreichen. Vom baumfreien Gipfel des Schlossberges, einem der schönsten Aussichtspunkte der mittleren Oberpfalz, schweift das Auge des Betrachters über das Hügelland um Lampenricht, Gleiritsch, Pamsendorf, Hohentreswitz, Trausnitz, Köttlitz und Söllitz. Der Hochspeicher bei Großenschwand in einigen Kilometern Entfernung lädt ebenfalls zu einem Besuch ein.

Es gibt für den interessierten Betrachter auf dem Schlossberg noch mehr zu entdecken. Die frühere Burg wurde, wie auch anderorts, als willkommenes Baumaterial abgetragen, da die Steinbauweise aus brandtechnischen Gründen im Kommen war. Fundamentreste der Burganlage, wenn auch nur noch rudimentär, sind heute noch erhalten. Vom Ort Tännesberg aus führt ein sehenswerter Kreuzweg zum Gipfel, der zu einem Kalvarienberg umgestaltet wurde. Auf dem Rundweg befindet sich die Gruft „Christus in Ketten“. Daneben steht die durch den Oberpfälzer Waldverein neu aufgebaute Auferstehungskapelle. Für den Betrachter sind die Sonnenuntergänge vom Tännesberger Schlossberg aus betrachtet ein besonderes Naturerlebnis.

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Der geologische Lehrpfad, als erster Lehrpfad dieser Art in Bayern, führt den Besucher auf einer Länge von gut 2,5 Kilometern in die Erdgeschichte ein.

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