07.10.2021 - 08:01 Uhr
TeublitzOberpfalz

Lastwagenbrand: A93 in Richtung Hof nur einseitig befahrbar

Nach einem schweren Unfall auf der A 93 ist die Fahrbahn Richtung Hof am Donnerstag nur einseitig befahrbar. Das Führerhaus eines Lkw war in Brand geraten, wodurch der Asphalt stark beschädigt wurde.

von Irma Held Kontakt Profil

Die Verkehrslebensader A 93 ist am Donnerstag zwischen den Anschlussstellen Ponholz und Teublitz in Richtung Hof nur einseitig befahrbar. Das bestätigte die Polizei gegenüber Oberpfalz-Medien. Zuvor habe auch eine Vollsperrung im Raum gestanden. Zunächst solle nun der Verkehr über die linke Fahrspur geleitet werden. Ob im Laufe des Tages dennoch eine Vollsperrung in Richtung Hof nötig wird, schließt die Polizei jedoch nicht aus. Der Grund: Am Mittwoch gegen 11 Uhr war ein mit Metallplatten beladener Lastwagen auf einen Sicherungsanhänger geprallt, der eine kurzzeitige Baustelle eines Privatunternehmens absichern sollte. Das Führerhaus des Lkw stand in Flammen und habe den Asphalt der rechten Fahrspur und des Standstreifens beschädigt und teilweise eingeschmolzen. Eine Spezialfirma müsse nun neu teeren.

Der Unfall hatte sich nach Polizeiangaben rund 500 Meter vor der Anschlussstelle Teublitz in Fahrtrichtung Hof ereignet. Bereits die Erstmeldung der Autobahnpolizei Schwandorf deutete darauf hin, dass es sich hier um einen schwerwiegenden Auffahrunfall mit gravierenden Folgen handelt. Das nicht nur, weil die Fahrspur Richtung Hof einem Trümmerfeld glich und Teile weit verstreut lagen.

Helfer verletzt

Das Führerhaus des Lkw mit österreichischen Kennzeichen ging sofort in Flammen auf. Der 61-jährige Fahrer konnte sich selbst retten. Er wurde mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins nächstgelegene Krankenhaus geflogen. Bauarbeiter eilten zu Hilfe, versuchten das Feuer zu löschen. Ein Ersthelfer zog sich eine Rauchvergiftung zu.

Die Rauchwolke war weithin sichtbar, der Geruch beißend. Jedoch gelang es den Feuerwehren schnell, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Zugmaschine brannte aber völlig aus. Auch der Auflieger zeigte Brandschäden. Der Unfallort liegt in unmittelbarer Nähe einer Brücke über die Autobahn, die nach den Worten von Hans-Jürgen Schlosser, Pressesprecher der Feuerwehren Landkreis Schwandorf, verrußt ist und Brandspuren zeigt. Feuerwehrleute haben Überführung im Fokus. "Die Brücke wurde mit einer Wärmebildkamera untersucht, ob sie weiterhin gekühlt werden muss", sagt er und gibt hierfür Entwarnung. Das sei nicht nötig. Allerdings bleibt die Ortsverbindungsstraße gesperrt, bis ein Gutachter das Bauwerk auf seine Stabilität überprüft hat.

Gutachter angefordert

Ein Gutachter wird an die Unfallstelle beordert, um die Ursache zu klären. Das Wasserwirtschaftsamt prüft nach Angaben von Hans-Jürgen Schlosser, ob von ausgelaufenen Betriebsstoffen eine Gefahr ausgeht. Neben den Feuerwehren Regenstauf und Regendorf waren Kräfte aus Ponholz, Leonberg, Meßnerskreith, Teublitz, Maxhütte-Haidhof, Winkerling und Burglengenfeld vor Ort. Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auch die Autobahnmeisterei unterstützte die Polizei nach Kräften bei den Absperrungen und Verkehrslenkungen. Den Schaden bezifferte die Polizei am Donnerstagmorgen auf etwa 350.000 Euro.

Der Unfallatlas für die Oberpfalz

Amberg

"Die Brücke wurde mit einer Wärmebildkamera untersucht, ob sie weiterhin gekühlt werden muss."

Hans-Jürgen Schlosser, Sprecher der Feuerwehren Landkreis Schwandorf

Hans-Jürgen Schlosser, Sprecher der Feuerwehren Landkreis Schwandorf

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