In Gutenfürst steht wieder ein Kirwabaum

Teunz
15.09.2022 - 14:14 Uhr

Bei der 15. "Gonfeiaschta Kirwa" wechseln sich Hagel, Regen und Sonnenschein ab. Beim Aufstellen der knapp 30 Meter langen Fichte bleiben die Kirwaburschen aber trocken.

Zwei Jahre lang mussten die „Gonfeiaschta Kirwaleid“ in der Coronapandemie ihren Kirwabaum in kleiner Runde aufstellen. Heuer durfte wieder gefeiert werden, und so war in Gutenfürst am vergangenen Wochenende Kirwa für alle angesagt.

Tradition bei den „Gonfeiaschta Kirwaleid“ hat die Kirwa-Woche, in der sich die Mitglieder fast täglich zu den Vorbereitungen treffen. Neben dem Schmücken der Festhalle von Simon Mehler musste der Baum im Wald geschlagen, transportiert und mit aufwendigen Schnitzereien sowie gebundenen Kränzen verziert werden.

Der Gottesdienst zum Patrozinium der Dorfkapelle „Maria Namen“ fand bereits am Vorabend der Kirwa statt. Nachdem in der Kapelle nicht Platz für alle Gläubigen war, wurde die Messe beim plötzlich einsetzenden Hagelschauer kurzerhand in die Halle verlegt. Dort lagerte auch der Kirwabaum, welchen Pfarrvikar Pater Savarimuthu Selvarasu im Anschluss segnete. Eine kleine interne Feier von Kirwaverein und Dorfbevölkerung schloss sich an. Am nächsten Nachmittag fanden sich dann die Kirwaleid mit ihrem Vorsitzenden Matthias Meier am Dorfplatz ein. Schließlich galt es, den rund 30 Meter langen Fichtenstamm auf der Wiese oberhalb der Dorfkapelle in die Höhe zu hieven. Neben der starken Truppe in Lederhose und blauen Vereins-T-Shirt war auch der Nachwuchs zahlreich vertreten sowie natürlich die Kirwamoidln in ihren schmucken Dirndln.

Die vereinseigene „Kirwablosn“ unterhielt Aufsteller und Gäste mit flotter Blasmusik. Nachdem der Baum in der Senkrechten fixiert war, folgte die Bayernhymne und der laute Ruf „Wer hot Kirwa? Mir hom Kirwa!“ Der Himmel hielt seine Schleusen noch kurz dicht und so wurde mit Musikbegleitung zur Festhalle gezogen. Dort warteten bereits die drei Musiker vom „Oberpfalzexpress“, die es bestens verstanden, das Publikum gut zu unterhalten und auf die Tanzfläche zu locken. Der Kapellenverein bot Kaffee und Kuchen an und das eingespielte „Grill-Team“ hatte Herzhaftes im Angebot. Zu späterer Stunde war es dann „DJ Ossi“, der die Kirwaparty 2022 am Laufen hielt. Das gute Miteinander und die Kameradschaft der „Gonfeiaschta Kirwaleid“ war nicht nur beim Feiern gegeben, auch das Aufräumen am nächsten Tag war in einer tollen Gemeinschaftsleistung in kürzester Zeit geschafft.

 
 

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