23.07.2020 - 09:15 Uhr
TeunzOberpfalz

Teunzer Feuerwehr-Nachwuchs als Bienenschützer

Beim Umweltbildungsprojekt der Jugendfeuerwehr Teunz standen bereits viele Themen im Mittelpunkt. In diesem Jahr sind die Jugendlichen nicht als Lebensretter, sondern als Bienenretter im Einsatz.

Die Imker Florian Ilchmann links und Martin Heinrch (rechts) kontrollieren die Waben. Die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr halten noch respektvoll Abstand zu den stechenden Nachbarn.
von Tobias KrafczykProfil

Die Jugendfeuerwehr Teunz führt seit vielen Jahren jährlich ein Projekt zur Förderung des Umweltbewusstseins durch. Angefangen hat die Tradition mit Waldsäuberungsaktionen und "Ramma damma" bis hin zum Bau von Storchennestern, Nistkästen-Aktionen für Blaumeisen oder einem Entenhaus in der Murach. Animiert durch das Volksbegehren "Rettet die Bienen" entstand in diesem Jahr der Gedanke, aktiv etwas für den Schutz der kleinen Insekten zu tun.

Gelände sinnvoll nutzen

Ein Platz war mit dem gemeindlichen Grundstück neben dem Feuerwehrhaus schnell gefunden. Der Grundgedanke war, das Gelände bis zur Erweiterung des Feuerwehrhauses sinnvoll zu nutzen und zu gestalten. Am besten erschien den Verantwortlichen eine naturnahe Anlage mit einer Blumenwiese, welche vielen Insekten und Kleinstlebewesen einen optimalen Lebensraum bietet. Kurzerhand erklärte sich Florian Ilchmann bereit, Bienen sowie ein Bienenhaus zu spendieren und auch die Jugendlichen einzubeziehen.

Die Corona-Pandemie und der Shut-Down in der heißen Phase hätten die Idee dann fast zunichte gemacht. Um das Projekt trotzdem vorwärts zu bringen, wurde immer mit Einzelpersonen und kleinen Teams weitergearbeitet. Mit Manuel Meier fand sich ein aktiver Feuerwehrkamerad, der als Landwirt auch die maschinelle Unterstützung bieten konnte.

Jugendfeuerwehr baut Storchennester: Hier der Artikel

Zusammen mit Kommandant Andreas Brandstätter und zwei Jugendlichen wurde das Feld bestellt und mit einer mehrjährigen Blühmischung angesät. Als Saatgut – spendiert vom Gartenbauverein Teunz und den aktiven Kameraden – wurde eine Wildblumenmischung kombiniert mit weitern Gräsern und Kräutern gewählt. Sie bietet das ganze Jahr ausreichend Nahrung für viele Insekten.

Sarah Zimmet übernahm mit einigen Feuerwehranwärterinnen die Bemalung des Bienenhauses. Die Bienenvölker werden von Heinrich Martin und Florian Ilchmann betreut. Dabei werden auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bei Gelegenheit mit eingebunden.

Umgang mit Bienen lernen

Noch ist der Respekt vor den Insekten spürbar. Aber auch mit Blick auf das Einsatzszenario „Wespennest entfernen“ ist es sicher sinnvoll, den Eigenschutz und den Umgang mit den Völkern zu lernen und die Angst vor einem Stich zu verlieren.

Die Bienenweide bietet nicht nur Einblicke in die Biodiversität, sondern spart auch noch Zeit und Geld für die Pflege der Fläche. Bienen, Schmetterlinge und unzählige Hummelarten sowie Wildbienen haben ihre neue Heimat hervorragend angenommen. Für den Herbst ist der erste Jugendfeuerwehr-Honig von der eigenen Blumenwiese geplant.

Wenn Bienen schwärmen

Schmidmühlen
Die Verantwortlichen der Feuerwehr Teunz präsentieren Bürgermeister Norbert Eckl ihr Projektergebnis. Dabei sind die beteiligten Jugendlichen um Sarah Zimmet (im Vordergrund) die das Bienenhaus liebevoll gestaltet hat, sowie die beteiligten Imker Florian Ilchmann (Bildmitte) und Martin Heinrich mit Schutzausrüstung (rechts im Bild)
Mitten im Ort ist ein bunter Lebensraum für Insekten entstanden mit dem liebevoll gestalteten Bienenhaus im Hintergrund.
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