03.12.2020 - 15:59 Uhr
ThansteinOberpfalz

Erhöhter Stundensatz bei Feuerwehr-Einsätzen in Thanstein

Bei Feuerwehr-Einsätzen verlangt die Gemeinde Thanstein demnächst zum Teil mehr Geld. Die künftigen Pauschalsätze für Fahrzeuge und Personal hat der Gemeinderat genehmigt. Etwas günstiger wird das Trinkwasser in zwei Ortsteilen.

Die Gemeinde Thanstein hat die Pauschalsätze für die Abrechnung von Feuerwehreinsätzen geändert.
von Elfriede WeißProfil

Weil im Gemeinschaftshaus in Kulz zur Zeit der Fußboden erneuert wird, tagte der Gemeinderat im Pfarrheim in Thanstein. Das Gremium hatte dabei eine Änderung der im Februar vor drei Jahren beschlossenen "Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen der Feuerwehren der Gemeinde Thanstein" auf den Weg zu bringen. Auslöser war eine Feststellung bei der Rechnungsprüfung. Demnach sollten die einzelnen Fahrzeuge nach der vom Bayerischen Gemeindetag empfohlenen Vorgehensweise neu kalkuliert werden.

Nach der Neufassung erhöht sich der Stundensatz pro ehrenamtlichem Feuerwehrdienstleistenden von 24 auf 28 Euro. Für die Abrechnung gefahrener Kilometer fallen nun – je nach Typ und Alter des Einsatzfahrzeugs – Pauschalsätze zwischen 2,11 Euro und 3,45 Euro an. Die Kosten für "Ausrückestunden" bewegen sich zwischen 18,01 Euro und 78,27 Euro. Die geänderte und im Detail vorgestellte Satzung wurde von den Gemeinderäten einstimmig beschlossen.

Das Bürgerhaus soll den Thansteiner Ortskern aufwerten

Thanstein

Noch nicht erfolgt ist die Übergabe der Wasserversorgung Dautersdorf/Jedesbach an den Zweckverband Nord-Ost-Gruppe. Die Verbesserungsbeiträge für die Wasserversorgung können daher noch nicht abgerechnet werden. Mit Blick auf den Wechsel zum neuen Versorger wurden im Jahr 2020 geringere Vorauszahlungen eingehoben. Dies machte eine neue Gebührenkalkulation nötigt. Die Gemeinderäte einigten sich darauf, dass die Grundgebühr für die normalen Zähler 100 Euro beträgt (vorher 120 Euro), und sich die Benutzungsgebühr von 2,55 Euro auf 2,13 Euro pro Kubikmeter reduziert.

Grünes Licht gab das Gremium für die Errichtung eines Funkmastens (Antennenträger mit Outdoortechnik) in Thanstein durch die Deutsche Funkturm GmbH. Dieser soll dem weiteren Netzausbau zur Versorgung der Telekom-Mobilfunknutzer dienen, außerdem soll die Infrastruktur auch anderen Netzbetreibern zur Verfügung stehen. In der Sitzung wurde angemerkt, dass die vorgeschriebenen Abstandsflächen zu einer Garage und einem Hühnerstall unterschritten würden, die sich in der Nähe befinden.

Eingangs hatte Bürgermeister Walter Schauer über einen Beschluss aus nichtöffentlicher Sitzung informiert, der ihn bevollmächtigte, einen Nachtrag für die Arbeiten am Dachstuhl des Bürgerhauses zu unterzeichnen. Dies war notwendig geworden, weil dort durch die Zimmerei Kraus (Ödmiesbach) verdeckte Mängel festgestellt worden waren. Ebenso kann Schauer das Nachtragsangebot der Firma Herrmann für die Natursteinarbeiten am Sockel des Bürgerhauses annehmen. Der Änderung des Bauzwangs im Baugebiet "Am Berg" in Kulz von fünf auf drei Jahre hatte der Gemeinderat zugestimmt.

Die örtliche Rechnungsprüfung hat keine gravierenden Mängel ergeben. Weil zu wenig Ratsmitglieder anwesend waren, konnte die Entlastung aber nicht vorgenommen werden, sie wird in der nächsten Sitzung nachgeholt. Die Jahresrechnung 2019 wurde festgestellt: Bei einem Etatumfang von rund 3,11 Millionen Euro, wurden vom Verwaltungshaushalt 335 924 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt. Die allgemeine Rücklage wurde um fast 50 000 Euro aufgestockt.

Bei "Informationen" beleuchtete der Bürgermeister den Stand des Breitbandausbaus, zu dem eine Förderprognose erstellt werde. Die Angebotseinholung für die Kosten der Entsorgung von Grüngut sei im Sande verlaufen, keine Firma habe Angebote abgegeben. Erfreulich habe sich die Einkommensteuer entwickelt: Bei Einnahmen von 474 000 Euro liege sie lediglich 38 000 Euro unter dem erwarteten Ansatz.

Zum Abschluss des Jahres bedankte sich Walter Schauer bei den Gemeinderäten, den Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg sowie seinen beiden Stellvertretern Martin Winter und Wolfgang Niebauer. "Eine Dorfgemeinschaft lebt besonders auch vom ehrenamtlichen Engagement", würdigte er den Einsatz in den Vereinen. Zweiter Bürgermeister Niebauer gab das Lob an Schauer zurück: "Du bringst unsere Gemeinde voran und gehst motiviert an immer neue Projekte. Das macht auch uns Spaß."

Eine Dorfgemeinschaft lebt besonders auch vom ehrenamtlichen Engagement.

Bürgermeister Walter Schauer

Bürgermeister Walter Schauer

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.