Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) veranstaltet viermal jährlich ein Treffen der Kanal- und Kläranlagen Nachbarschaft 306 Schwandorf/Süd. Dabei werden die Klärwärter geschult und tauschen Erfahrungen aus. Leiterin Erika Gröber aus Schwabmünchen hatte dazu alle Vertreter der Anlagen aus Schwandorf, Burglengenfeld, Neunburg, Nittenau, Schwarzenfeld, Teublitz, Bodenwöhr, Dieterskirchen, Schwarzhofen, Lindenlohe und Thanstein ins Feuerwehrgerätehaus Kulz eingeladen.
Konzept in der Entwicklung
Die Kollegen vor Ort, Alois Schwendner und Andreas Mösbauer, hatten das Treffen unter der Leitung von Bürgermeister Walter Schauer vorbereitet. Dieser begrüßte die Gäste und stellte die 950 Einwohner zählende Kommune vor. Davon sind etwa 780 an die drei bestehenden Abwasseranlagen mit Schönungsteichen ohne technische Anlagen angeschlossen, der Rest besitzt Hauskläranlagen. Schauer hob hervor, dass mehrere Modernisierungsmaßnahmen geplant sind. Ein fertiges Zukunftskonzept soll in den nächsten drei Jahren mit einer umfassenden Nachrüstung auf die Beine gestellt werden.
Bisher wurde in die Klärschlammentsorgung massiv in der Gemeinde investiert, erläuterte der Bürgermeister. Deshalb sei die Gemeinde auch dem Zweckverband Klärschlammentsorgung des Landkreises beigetreten. Die Abwassergebühren betragen derzeit 1,96 Euro in Thanstein, in Kulz 2,36 Euro und für die neue Anlage in Dautersdorf 3,35 Euro zuzüglich unterschiedlicher Grundgebühren. Schauer bedankte sich für die Vorbereitung der Weiterbildungsveranstaltung und wünschte einen informativen Nachbarschaftstag.
Ziel der Zusammenkunft waren der Erfahrungsaustausch und das gegenseitige Kennenlernen, um auch über das Treffen hinaus Kontakt zu halten und mit Rat und Tat "den Nachbarn" zu helfen. Referentin Erika Gröber behandelte das Thema "Betrieb und Ausrüstung von Regenüberlaufbecken". Die Phosphat-Eliminierung bei kleinen Kläranlagen sei früher kein Problem gewesen. Gröbner informierte über die Ausrüstung von kleinen Kläranlagen, um das Einbringen eutrophierender Stoffe zu vermeiden.
In Schächte steigen
Zum Thema Arbeitssicherheit wurden die Teilnehmer mit einem Film geschult. Dieser behandelte den Einstieg in geschlossene Schächte und das Retten von Verletzten aus einem Kanal. Ausführlich wurden die Ergebnisse von Laboranalysen und die Klärschlamm-Entwässerung diskutiert. Hierbei tauschten die Anlagenbetreuer ihre Erfahrungen aus. Der Nachbarschaftstag dient auch der Förderung des Gewässerschutzes, der Gewässerentwicklung sowie einem sicheren Anlagenbetrieb.













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