21.01.2019 - 17:50 Uhr
TheisseilOberpfalz

Feierabendbier gern servieren

Kommentar

Einerseits ist da das Problem, dass es für Ausbildungsbetriebe in der Gastronomie immer schwerer wird, Auszubildende zu finden. Andererseits hat der Kreischef des Gaststättenverbandes darauf hingewiesen, dass es hier im Vergleich zu anderen Regionen weit weniger Wirtshäuser und Hotels gibt, die überhaupt ausbilden. Das ist in gewisser Weise ein Teufelskreis.

Wenn es immer weniger Betriebe gibt, die ausbilden, lässt das Interesse junger Menschen an solchen Ausbildungen nach. Interessieren sich aber immer weniger dafür, wird über kurz oder lang auch die Zahl der Ausbilder schrumpfen.

Fehlender Nachwuchs ist aber nicht die einzige Herausforderung für die Gastronomie: Der Arbeitsmarkt ist abgeräumt. Fachkräfte werden für Wirtshäuser immer mehr zur Mangelware. Das liegt an den unregelmäßigen Arbeitszeiten. Das liegt aber auch daran, dass oft nur 450-Euro-Jobs geboten werden.

An den teils unchristlichen Arbeitszeiten lässt sich kaum etwas ändern in dieser Branche. Feierabendbier bleibt Feierabendbier. Aber derjenige, der es serviert, könnte besser bezahlt werden und damit wieder gern im Gastroservice arbeiten.

Hier lesen Sie alles über die Probleme der Gastronomie in der Region

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