02.09.2019 - 18:33 Uhr
Theuern bei KümmersbruckOberpfalz

Familientag im Kulturschloss Theuern: Eine Zeitreise

Beim Familientag des Kulturschlosses Theuern sprühen die Funken. Goldwaschen gehört auch dazu. Ob da wohl jemand reich geworden ist?

Poliermeistersgattin Corneli Paltz beim Bettenmachen - natürlich mit Orginalbetten.
von Klaus HöglProfil

Der Schmied war über viele Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Bestandteil jeder menschlichen Siedlung. Der Schmied und sein Handwerk sind auch heute noch gefragt, der Name ist allerdings ein anderer. Georg Honig heißt er. Beim Familiennachmittag in der Außenstelle des Kulturschlosses ließ er die Funken sprühen - vor allem für Kinder immer wieder ein Erlebnis, wenn er das glühende Eisen formt.

Schmied Georg Honig erläuterte den Besuchern ein maschinell betriebenes Hammerwerk, den sogenannten Schwanzhammer. Der war der verlängerte Arm des Schmiedes. Ein Stiel mit Holz, einem Hammerkopf aus Eisen und dem Hammerbär, einem fest verankerten Holzklotz, auf dem die Werkstücke lagen.

Die mächtige Spiegelglasschleife zu besichtigen, ist ebenso interessant wie das Strommuseum mit seinen längst nicht mehr genutzten Elektrogeräten. Bei den Führungen war auch zu sehen, wie es vor 150 Jahren zuging in Poliermeisters Wohnung - und wie eine Badewanne im 19. Jahrhundert aussah. Zum Familientag des Kulturschlosses Theuern kamen die Besucher den ganzen Tag über, viele auch wegen des gut mit Emaille, Glas und Porzellan bestückten Flohmarktes. Und die Kinder hatten beim Goldwaschen ihren Spaß.

Die Zeitreise führt auch ins Hammerwerk.
So wurde einst gekocht.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.