(brü) Dafür lockten aber die vorhergehenden Tage wieder Hunderte Besucher ins Dorf. Eröffnet wurde das Patrozinium der Kapelle geweiht im Namen Johannes des Täufers in Thonhausen mit dem Preisschafkopf. Mit 68 Teilnehmern kamen in diesem Jahr fast doppelt so viel wie im vorhergehenden, um ihren Meister zu finden. Mit 124 Gesamtpunkten sicherte sich Tanja Sperl den 1. Platz, gefolgt von Dieter Stiegler mit 110 und Oswald Jäger mit 106 Punkten.
Bis spät gefeiert
Der Kirwasamstag stand zunächst im Zeichen des Fußballs. Natürlich durfte die Liveübertragung des Spiels der deutschen Nationalmannschaft nicht fehlen. "Samstagabend war zunächst trotz des Spiels gut besucht", resümierte Feuerwehrvorstand Josef Prüfling. "Nach dem Abpfiff, so gegen 23 Uhr, sind dann immer mehr Leute noch gekommen, die weit bis in die Nacht gefeiert haben", freute er sich. Auch hier gab es eine Neuerung. Für die richtige Musik sorgte keine Liveband mehr, sondern DJ Maiky aus Hohenkemnath übernahm die musikalische Umrahmung.
Neues Oberkirwapaar
Nach Festgottesdienst, Frühschoppen und Mittagstisch stand mit dem Austanzen des Baums und der Wahl des neuen Oberkirwapaares am Sonntag der Höhepunkt an. Die acht Paare präsentierten ein Programm aus sechs bayerischen Tänzen, acht Gstanzln und weiteren Einlagen, für welches sie viel Applaus erhielten. Beim Straußtanz, der Wahl des neuen Oberkirwapaars, hielten Florian Salzhuber und Marlen Badura das Blumengesteck am Ende in der Hand. So zogen sie nach der Darbietung als führendes Paar vom Platz hinein in den Kirwastodl. D' Hoglbouchan, die bereits das Austanzen des Baums musikalisch begleiteten, sorgten im Anschluss und zum Abschluss der Kirwa am Sonntagabend für entsprechende Stimmung.
Einen Kirwamontag gab es nicht mehr, somit auch kein offizielles Kirwabärtreiben. "Als kleine Dorfgemeinschaft hilft zwar jeder fleißig mit, aufgrund der immer höheren Auflagen und des damit verbundenen Arbeits- und Personalaufwands ist es einfach nicht mehr rentabel, auch noch einen Kirwamontag zu stemmen", fasste Prüfling zusammen. Aussterben will er die Kirwa in Thonhausen aber nicht lassen. "Wir werden auch im kommenden Jahr wieder eine Kirwa halten." Mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ohne Kirwamontag, aber mit genauso viel Stimmung wie in diesem Jahr.














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