05.01.2021 - 15:33 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

300.000 Euro für Bauleitverfahren im neuen Industriegebiet

Viel Arbeit ist mit der Vorbereitung des neuen Industriegebiets verbunden, konstatiert Bürgermeister Franz Stahl. "Es läuft aber gut", gibt er Einblick in den weiteren Fahrplan.

Der Englmannsteich, gegenüber der Schmelitz nur durch eine dichte Baumreihe getrennt direkt am Vizinalbahnradweg gelegen, rückt ganz nah ans geplante Industriegebiet heran.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Fast 300.000 Euro plant die Stadt für die Durchführung des Bauleitverfahrens für das neue Industriegebiet ein. Auf einer rund 35 Hektar großen Fläche im Süden der Stadt will die Ziegler-Group 220 Millionen Euro in den Neubau eines Werkes für die Fertighausproduktion investieren.

Ziegler will der größte Produzent ökologischer Fertighäuser in Europa werden

Tirschenreuth

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung Ende Oktober hatte der Stadtrat den Auftrag für die planungsrechtlichen Leistungen für die Ausweisung des Gewerbe- und Industriegebietes an das Büro NRT aus Marzling vergeben. Das Honorar liegt bei 292.286 Euro, teilte Bürgermeister Franz Stahl den nichtöffentlichen Beschluss bei der jüngsten Sitzung mit. Durch das Bauleitverfahren solle eine "zügige Baureife für das geplante, geeignete Industriegebiet" erreicht werden, hatte der Stadtrat herausgestellt. Mit der Ziegler-Group seien in einem städtebaulichen Vertrag die Ansiedlung und die weiteren Schritte zur Kostenträgerschaft festzulegen.

Im nichtöffentlichen Teil der Oktober-Sitzung hat der Stadtrat auch den Auftrag für die Digitalisierung der Bauantragsmappen vergeben. Diese Arbeit soll von der Firma Frankenraster GmbH in Buchdorf zum Angebotspreis von 32.173 Euro durchgeführt werden.

Rund 10.000 Euro plant die Stadt für die bauphysikalische Untersuchung beim Neubau des Rathauses ein. Den Auftrag für diese Untersuchung erhielt das Büro Basic Gesellschaft für Bauphysik, Akustik Sonderingenieurwesen Consultance mbB aus Gundelsheim.

Den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie für den zweiten Bauabschnitt Unterer Stadtteich hat der Stadtrat an das Büro NRT vergeben.

Hintergrund:

3-D-Modell vom neuen Industriegebiet

  • Ende Januar wollen Vertreter der Stadt und der Ziegler-Group mit den Planern die ersten Entwürfe für das neue Industriegebiet besprechen, das sich auf rund 35 Hektar erstreckt.
  • Am 25. Februar ist eine öffentliche Stadtratssitzung geplant, in der auch ein dreidimensionales Modell der geplanten Bebauung vorgestellt werden soll.
  • Eine Erschließung ist laut Stahl sowohl auf der Fläche zwischen Umgehung, B15 und ehemaliger Bahnlinie vorgesehen als auch weiter in südlicher Richtung rechts der Bundesstraße, wo noch Vorrangflächen für Kaolinabbau gelistet sind.
  • Der Englmannsteich, der im Besitz der Stadt ist, sowie die renaturierten Moorflächen sollen unangetastet bleiben. Auch an den Spazierwegen, die vom OWV-Heim ausgehen, soll sich nicht viel ändern.
  • Der Vizinalbahnradweg muss wohl teilweise verlegt werden.

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