19.04.2021 - 16:54 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Amtsgericht Tirschenreuth: Geldstrafe nach wiederholtem Handel mit Marihuana

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Weil er beim Dealen mit Drogen erwischt wurde, muss sich ein Mann vor dem Amtsgericht Tirschenreuth verantworten. Der 21-Jährige stand nicht zum ersten Mal vor dem Richter.

Ein 21-Jähriger verkaufte zwei Gramm Marihuana. Wegen unerlaubter Veräußerung von Betäubungsmitteln musste er sich nun vor dem Amtsgericht Tirschenreuth verantworten.
von Katrin Pasieka-Zapf Kontakt Profil

Im November vergangenen Jahres soll ein 21-Jähriger zwei Gramm Marihuana an einen anderen Mann in Tirschenreuth verkauft haben. Vor dem Amtsgericht Tirschenreuth zeigte sich der 21-Jährige geständig.

Einen Tag nach der Übergabe der Drogen bat der Käufer um weitere drei Gramm des Betäubungsmittels. Der Angeklagte, der aus dem östlichen Landkreis stammt, verabredete sich zu einer Vorauszahlung auf dem Tirschenreuther Marktplatz. Dort nahm er die 40 Euro entgegen. Zu einer Übergabe des Rauschgiftes kam es jedoch nicht.

Geld zurückgegeben

Vor Amtsgerichtsdirektor Thomas Weiß gab der gelernte Bau- und Landmaschinenmechaniker den Verkauf der Drogen zu. Einen Gewinn habe er damit nicht erwirtschaften wollen. Das Marihuana habe er "zum gleichen Preis vom Händler bekommen". Nach der Vorauszahlung habe er sich dazu entschieden, kein Marihuana mehr zu verkaufen. Die 40 Euro habe er dem Käufer zurückgegeben.

"Lassen Sie in Zukunft die Finger davon."

Richter Thomas Weiß zum Angeklagten

Der 21-Jährige stand nicht zum ersten Mal wegen des Besitzes und Handels mit Marihuana vor Gericht. In der Vergangenheit liefen bereits drei Verfahren gegen ihn. 2018 war er am Grenzübergang erwischt worden, wie er 5,9 Gramm des Rauschmittels aus Tschechien nach Deutschland einführen wollte. Bei einer Blutprobe stellte sich heraus, dass er selbst unter Drogen stand. Kurz vor der Tat im November wurde der 21-Jährige wegen des Besitzes des Betäubungsmittels bereits zu einer Geldstrafe von 400 Euro und der Teilnahme an einer Suchtberatung verurteilt.

"An falsche Freunde geraten"

Die Gespräche mit einer Fachambulanz zeigten laut Angeklagtem und seinem Verteidiger Markus Sanner Wirkung. Seit diesem Zeitpunkt habe der 21-Jährige keine Drogen mehr konsumiert oder verkauft. Auch wenn der Mann die Tat gestand und er nur mit sehr geringen Mengen handelte, behielt die Staatsanwaltschaft auch die Vorstrafen mit im Blick. 45 Tagessätze zu 15 Euro wurden beantragt.

Rechtsanwalt Sanner plädierte auf 20 Tagessätze. Sein junger Mandant sei "an die falschen Freunde geraten" und hätte sich beim Umgang mit der Droge "nicht viel dabei gedacht". In seinem Urteil erklärte Richter Weiß den 21-Jährigen wegen der Veräußerung von Betäubungsmitteln für schuldig und verhängte eine Geldstrafe von 450 Euro an eine soziale Einrichtung. "Lassen Sie in Zukunft die Finger davon", gab er dem jungen Mann mit auf den Weg.

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