30.03.2021 - 08:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Arbeiten im Home-Office – mehr Flexibilität oder notwendiges Übel?

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Auch IT-Experte Michael Gmeiner arbeitet von zu Hause aus – und das gerne. „Ich bin im Home-Office deutlich produktiver“, sagt er.

„Gerade in der Softwarentwicklung sind alle Tools von Haus auf kollaborierendes Arbeiten ausgelegt“, so Michael Gmeiner. Deswegen ist das Arbeiten im Home-Office für ihn kein Problem.
von Evi WagnerProfil

Nur ein paar Schritte hat Michael Gmeiner vom heimischen Frühstückstisch zu seinem Arbeitsplatz. Seit inzwischen über einem Jahr arbeitet der Softwareentwickler von zu Hause aus. „Im Büro war ich tatsächlich in der ganzen Zeit nur zweimal“, sagt er. Als "Solution Architect" kümmert er sich bei der Witt-Gruppe um die administrativen Anwendungen im Bereich der "Product-Content-Verwaltung" und um Produktschnittstellen zu anderen Systemen und Partnern. Das klappt auch von zu Hause aus bestens. „Bei der Witt-Gruppe war bereits im ersten Lockdown klar, dass Home-Office für uns als Unternehmen in der derzeitigen Situation das richtige Vorgehen ist“, so Michael Gmeiner. „Entscheidungen hierzu werden bei uns intern von einem Krisenstab getroffen, der sich um eine Vielzahl von Maßnahmen kümmert.“

Eine großartige Umstellung bedeutete das Arbeiten im Home-Office für den Softwareentwickler nicht. „Bei uns im Unternehmen wird das Thema ‚New Work‘ groß geschrieben, unsere Arbeitswelten werden stetig weiterentwickelt“, erklärt er. „Daher konnte ich auch vor der aktuellen Situation schon regelmäßig im Home-Office arbeiten. Auch was die Software betrifft, mussten wir nichts ändern, weil die Witt-Gruppe schon vorher komplett auf eine vollständige Cloud-Lösung umgestellt hat und wir somit alle Tools zum kollaborierenden Arbeiten schon vor Beginn der Pandemie hatten. Das war für uns als Mitarbeiter natürlich cool, dass der Wechsel bei uns so smooth geklappt hat.“ Der 27-Jährige freut sich außerdem darüber, dass er nun mehr Zeit auf seinem Freizeitkonto hat. „Täglich spare ich mir jetzt eineinhalb Stunden Arbeitsweg. So habe ich nach der Arbeit oft noch genug Zeit und Lust, um zum Beispiel noch Fahrrad zu fahren.“

Michael Gmeiner hat Tipps für die Home-Office-Ausstattung

Tirschenreuth

Nicht nur, wenn es um seine Freizeitgestaltung geht, ist Michael Gmeiner froh, in der Oberpfalz zu leben. „Gerade im IT-Bereich bietet die Region wirklich viel. In Weiden gibt es zum Beispiel mindestens einmal im Monat irgendein Meetup – gerade natürlich nur virtuell. Auch als Witt-Gruppe veranstalten wir ja regelmäßig das DevCamp. Letztes Jahr ist es zwar leider ausgefallen, dieses Jahr sind wir aber wieder am Start.“ Das einzige, was Michael Gmeiner gerade schon vermisst, ist der regelmäßig Austausch mit den Kollegen. Aber auch hier bieten sich digitale Alternativen an. „In meinem Team gibt es täglich ein Status-Update-Meeting (Daily), in dem sich das ganze Team mit angemachter Kamera austauscht, damit man sich auch mal wieder persönlich sieht. Auch verschiedene After-Work-Veranstaltungen haben wir schon virtuell durchgeführt und sogar an einem virtuellen Bier-Tasting habe ich schon im Rahmen einer Konferenz teilgenommen. Alles funktioniert eigentlich besser, als man zuerst denken mag.“

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