30.03.2021 - 08:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

So läuft die IT im Homeoffice rund

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Corona und die Arbeit zu Hause: Der Computer-Fachmann Michael Gmeiner ist "Solution Architect" bei der Witt-Gruppe in Weiden und arbeitet schon lange im Homeoffice. Hier seine persönlichen Tipps für die technische Ausstattung.

Entspannter Blick auf das Arbeiten im eigenen Zuhause: Michael Gmeiner hat IT-Tipps für das Homeoffice.
von Evi WagnerProfil

ONETZ: Notebook oder Rechner?

Michael Gmeiner: Ich persönlich würde hier ganz klar ein Notebook empfehlen. Die Flexibilität, die man durch ein Notebook erhält, ist riesig. Man kann es zu Hause und in der Firma benutzen, sich damit auch mal in die Sonne setzen. Die einzige Ausnahme: Allen, die einen außergewöhnlich starken Computer benötigen (zum Beispiel für Videobearbeitung), würde ich zu einem Stand-Rechner raten. Denn hier kommt man bei Notebooks schnell an Grenzen.

ONETZ: Welche Anschlüsse sollte das Notebook haben?

Michael Gmeiner: Hier kann man eigentlich gar nichts mehr falsch machen. Bei Notebooks würde ich allerdings darauf achten, dass sie den neuen USB-C (Gen 2) Port haben, so dass man sie mit einer Vielzahl von Docks und Bildschirmen ohne weitere Adapter verbinden kann.

ONETZ: Wie sieht es mit Festplatten- und Arbeitsspeicher aus?

Michael Gmeiner: Auch hier kommt es wieder darauf an, was man vorhat. Allgemein würde ich sagen: mindestens 256 GB (SSD-Festplatte) Festplattenspeicher und 8 GB Arbeitsspeicher – besser auf jeden Fall 16 GB.

ONETZ: Worauf kommt es bei der Web-Cam an?

Michael Gmeiner: Fast alle Notebooks haben mittlerweile eine Webcam integriert, die – wenn es ein einigermaßen gutes Gerät ist – auch immer vollkommen ausreichend ist. Wer sich dennoch eine separate Webcam zulegen will, sollte darauf achten dass sie mit Full-HD (1080p) auflöst, um eine gute Videotelefonie-Qualität zu gewährleisten, und ein anständiges Mikrofon eingebaut hat. Alternativ kann man sich an der Stelle noch überlegen, sich vielleicht ein Headset zuzulegen. Dieses ermöglicht das Arbeiten auch dann, wenn die Umgebungsgeräusche zu Hause mal etwas lauter sind.

ONETZ: Und zum Thema Monitor?

Michael Gmeiner: Ich würde auch bei einem Notebook einen separaten Monitor empfehlen. Dieser sollte meiner Meinung nach mindestens eine Größe von 27 Zoll haben und mindestens mit FULL-HD (besser WQHD) auflösen. Wer den Platz hat, kann sich auch zum Beispiel zwei 24-Zoll-Monitore hinstellen. Das ist aber Geschmackssache und es sollte jeder so handhaben, wie es für ihn am besten passt. Ich kenne auch einige Arbeitskollegen, die auch auf ihrem 15-Zoll- Notebook absolut produktiv arbeiten – ohne separatem Bildschirm und sogar ohne Maus.

ONETZ: Mac oder Windows?

Michael Gmeiner: Das ist zu hundert Prozent eine Glaubensfrage und Geschmackssache. Ich persönliche arbeite auf einem Macbook, aber sehe hier keinerlei Überlegenheit zu einem Windows- oder Linux-Notebook. Ich denke aber, dass Windows besser in die meisten Infrastrukturen der Firmen in der Region passt.

Michael Gmeiner arbeitet selbst von zu Hause aus...

Tirschenreuth

ONETZ: Welche Internetverbindung braucht man?

Michael Gmeiner: Im Jahr 2021 würde ich hier definitiv eine 50 mbit (mit mindestens 5 mbit Upload) Leitung empfehlen. Wenn man sich das Internet mit vielen Personen im Haushalt teilt, sollte man dementsprechend zu einer schnelleren Leitung greifen. Allgemein sollte man zu Hause dann natürlich noch darauf achten, einen guten WLAN -Empfang zu haben und seinen Router in der Wohnung oder dem Haus gut zu platzieren.

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