01.08.2018 - 13:38 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Bei den Bänken nachbessern

Viel zu wenig Plätze in den Kindergärten - Das bestätigen die Anfragen der Eltern, erklärt Bürgermeister Franz Stahl. Dieses Problem zu lösen sei aber eine angenehme Aufgabe.

Die neue Urnenanlage auf dem Tirschenreuther Friedhof: „Optisch gelungen“, findet Stadtrat Günther Franz (Freie Wähler) das offene Konzept mit dem Beton-Korpus und heller Granitabdeckung der über 200 Nischen. Die Sitzbänke seien allerdings verbesserungswürdig, erklärt Franz.
von Konrad RosnerProfil

Im abschließenden Tagesordnungspunkt der Stadtratssitzung verwies Stadtrat Günther Franz (Freie Wähler) auf die seit gut einem Monat fertiggestellte Urnenanlage auf dem Friedhof. Optisch könne man die Anlage als gelungen bezeichnen, begrüßt Franz die Maßnahme. "Die Sitzbänke rund um diese Anlage sollte man noch besser befestigen, manche Bänke kippen nach vorne weg", erklärte Franz allerdings. Bürgermeister Franz Stahl sicherte eine Überprüfung zu.

Zuvor ging es in der Sitzung um einen der wichtigsten Tagesordnungspunkte der letzten Monate im Stadtrat, wie Manfred Zandt (Freie Wähler) betonte: Kindergarten- und Kinderkrippenplätze. Aktuell gibt es im städtischen Kinderhaus "Kunterbunt" 36 und im katholischen Kindergarten "Unsere liebe Frau" zwölf Kinderkrippenplätze. Laut Bürgermeister Franz Stahl sind das viel zu wenig. Dies bestätigten die vielen Anfragen. Um einen Überblick über den aktuellen Sachstand zu bekommen, will die Stadt einen Elternfragebogen verteilen.

Auf viele Antworten hoffen

"Die Eltern haben einen rechtlichen Anspruch auf einen Kinderkrippenplatz", betont Stahl. Laut ersten Erkenntnissen brauche die Stadt mindestens noch zwei Kinderkrippen mit jeweils zwölf Plätzen. Die Stadt will den geplanten Elternfragebogen mit einem Preisrätsel verbinden, um möglichst viele Rückmeldungen zu erhalten. Dabei sollen drei Preise ausgelobt werden.

CSU-Fraktionsvorsitzender und zweiter Bürgermeister Peter Gold verwies darauf, dass die Stadt sogar dazu verpflichtet sei, einen Bedarfsplan zu erstellen. "Bei diesem Bedarfsplan geht es um die Kinder in der gesamten Stadt, in allen drei Kindergärten." Gold betonte jedoch auch, dass man nicht wisse, wie viele Eltern das Kinderbetreuungsgeld anstatt der Kinderkrippen in Anspruch nehmen. "Diese Befragung legt die Planung für die kommenden Jahre dar", sagte Gold. Es sei sehr positiv, wenn in der Stadt mehr Kinderkrippenplätze benötigt würden.

Zukunft strukturieren

Stahl betonte, dass diese Befragung der Einstieg in die neue Kinderbildungseinrichtung sei, die von der Kinderkrippe bis hin zur Grundschule, inklusive der Rappelkiste und dem Kinderhort, reiche. "Auf längere Sicht werden wir wohl sogar ein eigenes Sachgebiet in der Stadt einrichten", erklärte der Bürgermeister. "Wir strukturieren die Zukunft von morgen." Dazu werde man wohl auch mehr Personal benötigen. "Dies zu lösen, ist jedoch eine sehr angenehme Aufgabe", so Stahl. Florian Busl (SPD) merkte an, dass der Themenbereich Bildung über die Schule hinausgehe. Er freue sich, dass die Elternbefragung sehr breitgefächert sei. Deshalb hoffe er auf viele Rückmeldungen vonseiten der Eltern.

Turnhalle für 2,9 Millionen

Für den ersten Bauabschnitt in der Mittelschule sei der erste Förderantrag gestellt worden. Für den Neubau einer Einfachturnhalle, für die rund 2,9 Millionen Euro veranschlagt sind, werde man einen Zuschuss von knapp 2,2 Millionen Euro erhalten, informierte Stahl den Stadtrat.

Das Gremium billigte die Abrechnung 2017 und den Haushaltsplan 2018 für den Caritas-Kinderhort. Die Stadt Tirschenreuth beteiligt sich mit achtzig Prozent am Defizit des Kinderhorts. 30 000 Euro wurden als Abschlagszahlung geleistet. Ferner nahm der Stadtrat zur Kenntnis, dass der Haushaltsplan und die Haushaltssatzung der Stadt Tirschenreuth mit dem Wirtschaftsplan der Stadtwerke Tirschenreuth für das Haushaltsjahr 2018 mit einigen Anregungen verbunden von der Staatlichen Rechnungsprüfungsstelle genehmigt wurde, ebenso der Haushaltsplan für die Spitalstiftung.

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