03.10.2021 - 11:46 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Beim Rathaus II in Tirschenreuth ist schon fast die Hälfte geschafft

Die Stadt Tirschenreuth feierte am Dienstagvormittag Hebfest für das Rathaus II. Dort ziehen 2023 einige Abteilungen der Stadtverwaltung ein. Bisher sind 3,2 von 13 Millionen Euro bereits verbaut.

Architekt Peter Brückner (Mitte) erklärte beim Empfang zum Hebfest des Rathaus II, wie der Innenhof gestaltet wird.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Hebfest feierte die Stadt Tirschenreuth am Dienstagvormittag an der aktuell größten Baustelle in der Innenstadt: Dem Rathaus II auf dem ehemaligen Ruffing-Areal. Über das Zusammenkommen freute sich besonders Bauherr Bürgermeister Franz Stahl, da es keinen richtigen Spatenstich gab. Er erinnerte daran, dass das durch die Sanierung im vorderen Bereich und den Neubau im rückwärtigen Bereich ein Leerstand beseitigt werde. Das dominante Gebäude am Marktplatz erhalte als Rathaus II eine optimale Nutzung. „Das ist die absolut beste Lösung.“

Dach heuer noch verschließen

Stahl erinnerte an den Kauf des Ruffing-Areals 2016. Ende 2019 folgten die ersten Abbrucharbeiten der alten Lager- und Verkaufsflächen. Rund 2000 Tonnen an Recyclingmaterials wurden wiederverwendet. Seit Mai 2020 ist der Rohbau am entstehen, mit der Fertigstellung der Decke über der Tiefgarage im Juni 2020 war ein großer Schritt gemacht. Aktuell lässt der Rohbau schon einige Konturen der künftigen Stadtverwaltung erahnen. Heuer steht dann noch der Verschluss des Daches an, außerdem soll der Mittelbau fertiggestellt, sowie die Baumeisterarbeiten weitest gehend abgeschlossen werden. Im kommenden Jahr startet dann der weitere Rohausbau sowie die Erstellung des Daches über dem Sitzungssaal. In den Endausbau soll es dann ab der Mitte 2022 gehen, die Fertigstellung ist für Mitte 2023 geplant.

Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 13 Millionen Euro. Die Stadt kalkuliert mit einem Zuschuss von 4 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln, so dass ein Eigenanteil von 9 Millionen Euro zu stemmen ist. Bisher wurden laut Stahl 3,2 Millionen Euro verbaut.

In das Erdgeschoss des Altbaus ziehen die Tourist-Info und das Forstbüro ein. Zudem gibt es dort EDV-Büros sowie ein öffentliches barrierefreies WC. Im Erdgeschoss des Neubaus befindet sich der neue Sitzungssaal. Im 1. Stock des Altbaus zieht das Bauamt ein, in die obere Etage des Neubaus die Kämmerei, informierte der Bürgermeister. Die Tiefgarage hat 24 Stellplätze.

Nachhaltig, energetisch, funktional

Planer Peter Brückner vom Büro Brückner & Brückner, erklärte, dass es noch einiges an Arbeit zu tun gibt, obwohl schon knapp die Hälfte getan ist. Der Begriff „Richtfest“ treffe in besonderem Maße auf die Dachkonstruktion zu: Denn bei der Sanierung des Dachstuhls wurde dieser „gerichtet“. Er wies auch darauf hin, dass das Gebäude nahezu energieautark betrieben werden kann. Für die moderne, regenerative Erdwärmeheizung waren auf dem Areal elf Bohrungen in jeweils 160 Meter Tiefe notwendig. Ein Teil der Dachfläche werde mit Photovoltaikanlagen bestückt. Für eine moderne Stadtverwaltung werde auch die neueste Elektrotechnik eingebaut. Besonders gefiel dem Architekten der geplante Innenhof, wie es sich für ein Marktplatz-Anwesen gehöre. Brückner betonte, dass alles barrierefrei zugänglich sein wird.

Polier stürzt von Leiter

Knapp ein Dutzend der beteiligten Firmen waren zum Hebfest gekommen. Laut Bürgermeister verlief der Bau bis auf einen kleinen Unfall bisher ohne größere Probleme. Der Polier stürzte von der Leiter, sei aber mittlerweile auf dem Weg der Genesung und auf Reha.

Dann sprach Christian Schrems von der Zimmerei Hecht den Richtspruch. Er spielte auf die Kombination von Sanierung und Neubau an, denn die Stadt habe festgestellt, „dass man das Alte auch noch brauchen kann“. Die Handwerker machten sich an die Arbeit und „verbanden kühn“ das Alte mit dem Neuen. Der anschließende Empfang fand in den künftigen Räumen der Tourist-Info statt. Die Gäste, darunter auch viele Stadträte sowie die künftigen Nutzer des Rathaus II, nutzen die Gelegenheit, um sich im Rohbau umzuschauen.

Christian Schrems von der Zimmerei Hecht sagte den Richtspruch auf.
Bürgermeister Franz Stahl gab beim Richtfest einen Rückblick, was bisher alles geschafft wurde, sowie einen Ausblick, welche Arbeiten noch anstehen.
Planer Peter Brückner erklärte, dass es noch einiges an Arbeit zu tun gibt, obwohl schon knapp die Hälfte getan ist.
Die Gäste, darunter auch viele Stadträte sowie die künftigen Nutzer des Rathaus II, nutzen die Gelegenheit, um sich im Rohbau umzuschauen.
Die Gäste, darunter auch viele Stadträte sowie die künftigen Nutzer des Rathaus II, nutzen die Gelegenheit, um sich im Rohbau umzuschauen.

 

 

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