26.05.2019 - 17:44 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Beschluss für freiere Gestaltung

Der Bebauungsplan des Gebiets "Östlich der Regensburger Straße" stand im Mittelpunkt der Stadtratssitzung. Das Landratsamt empfahl eine Lockerung der Vorschriften.

Auf Raten des Landratsamtes lockert der Stadtrat die Festsetzungen für den Bebauungsplan des Baugebiets „Östlich der Regensburger Straße“. Hauptsächlich betroffen sind freie Bauparzellen in der Friedrichstraße.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung im Mai standen sieben Punkte, Ergänzungen gab es keine. "Fast schon ein Sommerloch", scherzte Bürgermeister Franz Stahl. Das Gremium diskutierte zunächst über den Bebauungsplan für das Baugebiet "Östlich der Regensburger Straße". Das Landratsamt regte eine Änderung des Bebauungsplanes an.

"Hauptsächlich betrifft das die unbebauten Grundstücke in der Friedrichstraße", erklärte Stahl. "Der Bebauungsplan hat ein gewisses Alter und weist Defizite auf." Laut Landratsamt wären die derzeitigen Festsetzungen zu eng gefasst. Ständig müssten Befreiungen ausgesprochen werden. "Das könnten wir durch eine freiere Gestaltung der Baugrenzen vermeiden", gab der Bürgermeister den Rat des Landratsamtes weiter.

Bei den noch unbebauten Bauparzellen 60 bis 62 sowie 132 bis 140 sollen wie bei den anderen Parzellen in der Friedrichstraße nur noch Baufenster und Regelquerschnitte festgesetzt werden. Überarbeitet werden soll unter anderem die Dachform der Garagen. Hier sollen auch Flachdächer zugelassen werden. Auch die Vorgabe, dass bisher nur Holzfenster erlaubt sind, soll gelockert werden. So wie die Fassadenfarbe - bisher sind nur helle Farbtöne erlaubt.

"Wir wollen nicht den gesamten gestalterischen Moment aufheben, sondern nur Teile", fasste Stahl zusammen. "Das Gelände fällt Richtung Osten ab, das soll weiterhin berücksichtigt werden." Zweiter Bürgermeister Peter Gold (CSU) merkte an, dass diese Änderungen vieles vereinfachen würden. Karl Berr (WGU) sorgte sich um die Höhe der Häuser. "Es ist ein besonders schönes Gebiet." Zu hohe Häuser würden die Ansicht verschandeln. Außerdem würde er keine zu grellen Fassadenfarben zulassen. "Die Bauhöhe ist von den Änderungen in keinster Weise betroffen", beruhigte Bürgermeister Stahl. Der Stadtrat beschloss die Änderungen des Bebauungsplanes.

Stadt baut Schulden ab

Zudem lag dem Stadtrat die Jahresrechnung der Stadt und der Spitalstiftung zur Kenntnis vor. Franz Stahl ließ wissen, dass die Jahresrechnung der Stadt mit einem Defizit von 1,1 Millionen Euro schließt. Diese Summe wurde aus der allgemeinen Rücklage entnommen. Die Spitalstiftung dagegen wies einen Überschuss von 6500 Euro auf, der den Rücklagen zugeführt wurde. Diese belaufen sich auf insgesamt 81 000 Euro. Der Schuldenstand der Stadt konnte um 3,2 Millionen Euro auf 8 Millionen Euro heruntergefahren werden. Die Rücklagen der Stadt beziffert Stahl auf 4,9 Millionen. "Eine hervorragende Situation", beurteilt er die Haushaltsrechnung.

Haushaltsreste

Die Bildung von Haushaltsresten betrifft dieses Jahr sowohl die Ein- als auch die Ausgaben, erläuterte der Bürgermeister. Neue Haushaltseinnahmereste wurden in Höhe von 1,9 Millionen Euro gebildet. Hier spielten etwa die Förderungen für den Rathausumbau, das Projekt "Zukunft Stadtgrün", das Hüthaus Hohenwald und den Neubau des Feuerwehrgerätehauses eine Rolle. Die Haushaltsausgabereste summieren sich auf 3,9 Millionen Euro, informierte der Rathauschef. Hauptposten waren die Generalsanierung der Mittelschule, der OTH-Standort in der Fronfeste, die Schlammentwässrung und Geräte für den Bauhof.

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