Tirschenreuth
01.02.2019 - 15:09 Uhr

Bier und Kultur

Vor neun Jahren hat die "Bluthochzeit" die Theater-Ära im Musl-Kino beendet. Jetzt soll neues Leben in das Gebäude kommen. Von einer Machbarkeitsstudie erhofft sich die Stadt entsprechende Anregungen.

Mit der "Bluthochzeit" ist im Musl-Kino 2010 der letzte Vorhang gefallen. Stadt und Theaterverein wünschen sich neues Leben in dem alten Gebäude. Wie das gehen könnte, soll eine Machbarkeitsstudie zeigen. Bild: tr
Mit der "Bluthochzeit" ist im Musl-Kino 2010 der letzte Vorhang gefallen. Stadt und Theaterverein wünschen sich neues Leben in dem alten Gebäude. Wie das gehen könnte, soll eine Machbarkeitsstudie zeigen.

Vor neun Jahren hat die "Bluthochzeit" die Theater-Ära im Musl-Kino beendet. Jetzt soll neues Leben in das Gebäude kommen. Von einer Machbarkeitsstudie erhofft sich die Stadt entsprechende Anregungen.

Die Mitglieder des Modernen Theaters Tirschenreuth warteten bei der Stadtratssitzung als Zuhörer gespannt und lange auf den Punkt "Machbarkeitsstudie für das ehemalige Musl-Kino". Über 100 Minuten arbeitete sich der Stadtrat durchs Programm, bis er endlich dieses Thema erreichte.

Bürgermeister Franz Stahl drängte zu entscheidenden Maßnahmen, schließlich gingen Stadt und Verein schon lange mit dem Projekt schwanger. "Ich bin für eine Entbindung", umschrieb Stahl und wusste, dass auch die Regierung diese Belebung in der Altstadt grundsätzlich befürwortet. Den Bogen der Nutzungsmöglichkeiten spannte Franz Stahl recht weit, von Kleinkunst, Schultheater bis zur Braukultur. Eine Studie soll mehr über Kosten und Möglichkeiten aufzeigen. Dafür müsste ein Büro gefunden werden.

Peter Gold (CSU) merkte, an, dass das Gebäude nicht der Stadt gehört. Stahl verließ sich dabei auf die Zusicherung, das Gebäude für den symbolischen Euro zu erhalten. Manfred Zandt (FW) erinnerte an die erfolgreiche Arbeit des Vereins bei der Schaffung einer Kleinkunstbühne. Zudem wusste Zandt, dass der Verein ohne Spielstätte keine Zukunft hätte. Für einen Umbau hätte der Verein auch Gelder gesammelt. "Das Theater hat deshalb Priorität 1 bei der künftigen Nutzung", forderte Zandt.

"Wir brauchen eine multifunktionale Nutzung", blickte Stahl in die Zukunft. Ein Theater alleine würde nicht reichen. Karl Berr (WU) wollte keine Zeit mehr verlieren und forderte auch den Kauf durch die Stadt. Schließlich würde das Gebäude zum Areal des Museumsquartiers gehören. Geschlossen wurde die Verwaltung beauftragt, von drei Fachbüros Angebote einzuholen.

 
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