25.09.2020 - 14:38 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Chance auf eine hohe Förderung für Kletterturm

Die Pläne für den Kletterturm können auf einen neues Finanzgerüst hoffen. Die Stadt will für das Vorhaben Mittel aus dem neuen „Corona-Konjunkturpaket“ beantragen. Und die Chancen stehen nicht schlecht.

Im verbliebenen Gebäude der früheren Brauerei Schels sowie im Wohnhaus daneben wollen Stadt und DAV ein Kletterzentrum errichten. Dafür hofft man auf eine Förderung aus dem „Corona-Konjunkturpaket“.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Ein besonderes Wunschprojekt der Stadt ist die Umgestaltung des früheren Schels-Turms in eine moderne Kletteranlage. Nachdem die räumlichen Voraussetzungen geschaffen wurden, geht es jetzt an die Planung und Finanzierung des Vorhabens. Ein neues Investitionspaket des Bundes bietet hier interessante Möglichkeiten.

Bei der Sitzung des Stadtrates am vergangenen Donnerstag im Kettelerhaus pochte Bürgermeister Franz Stahl deshalb auf einen "Grundsatzbeschluss". Danach will sich die Stadt für Mittel aus dem neuen "Corona-Konjunkturpaket" bewerben, das allein für Bayern heuer rund 25,7 Millionen Euro für Sportstätten bereitstellt.

Bei den Planungen für den Kletterturm setzt die Stadt auf das Büro Brückner&Brückner

Tirschenreuth

Bis zu 90 Prozent

Nachdem der Antrag schon Anfang Oktober eingereicht werden muss, drängt die Zeit. Der neue Fördertopf lässt auf Unterstützung in Höhe von bis zu 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten hoffen. Aus anderen Töpfen würde es dann aber nichts mehr geben. Einstimmig billigte der Stadtrat den Beschluss für die Bewerbung beim Investitionspakt. Sogar Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt), der einmal mehr die Störung der Sichtachse durch den Turm monierte, konnte den Beschluss mittragen.

Realisierung bis 2025

Bei der Idee, in dem ehemaligen Brauereigebäude einen Kletterturm zu errichten, hat die Stadt im Februar vergangenen Jahres einen wichtigen Schritt unternommen. Damals wurde ebenfalls einstimmig das Vorhaben DAV-Kletterzentrum beschlossen. Erste Überlegungen der Planer wurden bereits vorgenommen - und entsprechen den Vorgaben des Investitionspakts. "Das ist wie auf uns zugeschnitten", erkannte nicht nur Konrad Zant (CSU). "Wird wollen die Hardware bauen, der DAV kümmert sich um die Software", beschrieb Franz Stahl die Aufgabenteilung von Gebäudeerrichtung und Ausstattung. Nach dem Zeitplan gefragt, konnte Stadtkämmerer August Trißl mitteilen, dass das Kletterzentrum bis 2025 entstehen sollte. In den Planungen ist übrigens keine Aussichtsplattform auf dem Turm mehr vorgesehen. In der Sitzung stellte Stahl das neue "Corona-Konjunkturpakt" vor, mit dem Sportstätten auch als "Orte des sozialen Miteinanders" geschaffen werden sollen und deshalb auch einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen müssten. Der Investitionspakt würde auch die Städtebauförderung unterstützen. Die Maßnahmen sollten in ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept eingebettet sein. Und gerade hier könnte die Stadt mit der Lage des "Schels-Turm" mitten im Ortskern punkten. Deshalb ist der Bürgermeister auch zuversichtlich, eine Förderung zu erhalten. "Das passt genau in unser Portfolio!" Mit dem Projekt würde eine weitere Aufwertung der Altstadt erfolgen. Die Planungen, dazu zählte Stahl auch das Luitpoldtheater, würden die Attraktivität des Areals für Jung und Alt steigern.

Kosten rund drei Millionen Euro

Die Standortwahl sei mit Weitsicht erfolgt, betonte CSU-Fraktionssprecher Huberth Rosner. Das Kletterzentrum erachtete er als wichtigen Baustein in dem gesamten Areal. Auf Nachfrage von Manfred Zandt von den Freien Wähler, schätzte der Stadtkämmerer die Kosten auf rund drei Millionen Euro. "Wir gehen davon aus, dass ein hoher Anteil förderfähig ist", so Trißl weiter. Vinzenz Rahn (CSU) verwies auf die Situation bei den Parkplätzen. Hier seien auch Flächen am früheren Feuerwehrhaus vorgesehen, erklärte Stahl. Auf Nachfrage von Mario Franz (FW) bescheinigte Stahl, dass die Anlage allen Interessierten offen stehen werde. Die vorhandenen Gebäude sollten ausreichen, nachdem der Turm und das ehemalige Wohnhaus genutzt werden könnten. In dem Beschluss wird herausgestellt, dass die Stadt mit dem Vorhaben "DAV-Kletterzentrum" eine "zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung der Innenstadt" verfolgt. Jetzt soll die Verwaltung die Schritte für eine "erfolgreiche Bewerbung" vorbereiten und fristgerecht bei der Regierung einreichen.

Das ist wie auf uns zugeschnitten.

Konrad Zant (CSU) über den Corona-Investitionspakt

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