01.07.2020 - 15:52 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Corona belastet weiter Arbeitsmarkt

Die Auswirkungen der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt sind auch im Landkreis Tirschenreuth spürbar. Es gibt mehr Arbeitslose und weniger ausgeschriebene Stellen.

Es waren 1.391 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen und die Arbeitslosenquote lag weiterhin bei 3,4 Prozent.
von Externer BeitragProfil

Mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent bleibt der Arbeitsmarkt im Landkreis Tirschenreuth weiterhin stabil. Im Vergleich zum Vormonat sank der Bestand an arbeitslos gemeldeten Menschen leicht um 15 Personen oder 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist aber eine deutliche Verschlechterung um 0,7 Prozentpunkte erkennbar. Darauf verweist die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung.

Es waren 1391 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen und die Arbeitslosenquote lag weiterhin bei 3,4 Prozent. Im Vergleich mit den Vorjahreswerten entspricht dies einem Zuwachs um 26,5 Prozent oder 291 arbeitslos gemeldete Menschen. Im Landkreis waren im Berichtsmonat 764 Männer und 627 Frauen arbeitslos gemeldet. Das Jobcenter war hierbei für 649 arbeitslose hilfebedürftige Menschen erster Ansprechpartner. 742 Personen wurden von der Agentur für Arbeit betreut, 228 mehr als vor einem Jahr.

593 ältere Personen und damit 14,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat waren von Arbeitslosigkeit betroffen. Auch Frauen waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25,7 Prozent oder 128 Personen stärker betroffen. Am stärksten stieg die Zahl der unter 25-Jährigen um 50,5 Prozent auf nunmehr 140 betroffene Personen.

Ausbildungsstellenmarkt im Fokus

Der Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit, Thomas Franz, appelliert an die Unternehmen, auch den Jugendlichen eine berufliche Chance zu eröffnen, die nicht alle Einstellungskriterien erfüllen. Mit verschiedensten Fördermöglichkeiten können Jugendliche und ihre Arbeitgeber vor und bei der Durchführung einer Ausbildung unterstützt werden.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober vergangenen Jahres meldeten sich 428 Bewerber für Ausbildungsstellen, das waren 0,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 580 Meldungen für Ausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 6,8 Prozent. Die Berufsberatung der Arbeitsagentur bietet noch unentschlossenen Jugendlichen telefonische Beratungsgespräche an. Diese können unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0800/4555500 vereinbart werden.

Personalbedarf rückläufig

"Trotz der steigenden Arbeitslosenzahlen haben die Unternehmen schnell und flexibel auf die neuen Rahmenbedingungen reagiert, um ihre Geschäftsfähigkeit zu erhalten. Betriebe mussten ihre Arbeitsabläufe zum Teil massiv umstellen. Auch die starke Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes zeigt, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter halten möchten. Das Kurzarbeitergeld sichert Beschäftigung und vermeidet Arbeitslosigkeit", erklärt Franz. Insgesamt bieten Arbeitgeber in Produktions- und Fertigungsberufen (238 Stellen), im Bereich Verkehr und Logistik (110), im Baubereich (112) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (92) neue Jobmöglichkeiten.

"Schon vor Beginn der Pandemie gingen die Stellenmeldungen in Tirschenreuth zurück. Die Coronakrise hat diese Entwicklung nochmal verstärkt. 654 Stellenangebote waren dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit gemeldet, gegenüber Mai ist das ein Rückgang von 37 Stellen oder 5,4 Prozent. Seit Jahresbeginn sind damit 736 Stellen eingegangen, das ist eine Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 117 oder 15,2 Prozent.“ erläutert Franz.

Hier die Arbeitsmarkt-Zahlen des Agenturbezirks Weiden:

Weiden in der Oberpfalz
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