Tirschenreuth
08.07.2021 - 13:41 Uhr

Digitalen Werkzeugkasten am Landratsamt Tirschenreuth erweitern

Wie schaut es mit der Digitalisierung am Landratsamt Tirschenreuth aus? Ein Bestandsaufnahme.

Das Landratsamt Tirschenreuth soll in den nächsten Jahren noch mehr Dienstleistungen digital anbieten. Bild: tr
Das Landratsamt Tirschenreuth soll in den nächsten Jahren noch mehr Dienstleistungen digital anbieten.

Die Behörden im Freistaat sollen digitaler werden. "Wir brauchen mehr Vernetzung, die Bürger müssen spüren, dass sie die Behörde digital erreichen", sagte Digitalministerin Judith Gerlach kürzlich bei einem Treffen der neu gewählten bayerischen Landräte in München, bei dem auch Tirschenreuths Landrat Roland Grillmeier dabei war. Die Regierung setze laut Gerlach auf die Bayern-App und das Bayern-Portal. 55 "Top-Verwaltungsdienstleistungen" sollen in Kürze digital angeboten werden, vieles sei bereits jetzt möglich – bis 2023 sollen dann alle Behördengänge digital möglich sein. Die Kommunen und Landkreise müssen an den wichtigen Schnittstellen die Digitalisierung angehen, dies könne nicht der Staat alleine.

Wie schaut es aber am Landratsamt Tirschenreuth aus? In einer Pressemitteilung weist die Behörde darauf hin, dass man für das Thema Digitalisierung bereits eine eigene Stelle geschaffen habe. Zusätzlich seien in allen Sachgebieten Ansprechpartner benannt und die technische Ausstattung aufgerüstet. Eine Koordinierungsgruppe um Landrat Grillmeier steuere den ganzen Prozess.

Umstellung auf E-Akten

"Mit der Online-Terminreservierung für die Zulassungsstelle, der verstärkten Nutzung von Videokonferenzen und dem Ausbau von Homeoffice-Möglichkeiten wurden bereits wichtige Punkte umgesetzt", schreibt Stefan Malzer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Das Landratsamt sei dabei, nach und nach die Verwaltungsleistungen auf die E-Akte umzustellen. Außerdem werde derzeit an der Bereitstellung von Online-Anträgen gearbeitet, die dann gesammelt auf der Landkreis-Seite allen Bürgern bereitgestellt werden.

Als weiteren Punkt nennt Malzer das Projekt „Digitaler Werkzeugkasten 2.0“, an dem der Landkreis Tirschenreuth teilnimmt. Dabei werden von einigen Landratsämtern in Bayern Online-Anträge für Verwaltungsleistungen erarbeitet, die dann ebenfalls von den beteiligten Landkreisen genutzt werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Services für Unternehmen, da diese mit rund 200 Behördenkontakten pro Jahr wesentlich häufiger mit der Verwaltung zu tun haben als der einzelne Bürger.

Homeoffice stößt an Grenzen

Bei dem Treffen sahen die Landräte vor allem die Koordinatoren in den Ämtern und eine bestmöglich aufgestellte EDV-Abteilung als Schlüssel zum Erfolg. Es müsse aber gelingen, Personal und Sachausstattung zu organisieren, was große Anstrengungen und das Mitwirken der Mitarbeiter erfordere. Auch gelte es, Homeoffice im öffentlichen Bereich anzubieten. Jedoch stoße dies an Grenzen, weil es notwendig sei, Bürgerservice in den Ämtern zu bieten und auch präsent zu sein in vielen Bereichen.

Amberg11.03.2021
Der Tirschenreuther Landrat Roland Grillmeier (Zweiter von links) nahm vor kurzem am Treffen der neu gewählten bayerischen Landräte in München teil. Digitalisierungsministerin Judith Gerlach (Mitte) hatte hierzu eingeladen. Bild: Landratsamt Tirschenreuth/exb
Der Tirschenreuther Landrat Roland Grillmeier (Zweiter von links) nahm vor kurzem am Treffen der neu gewählten bayerischen Landräte in München teil. Digitalisierungsministerin Judith Gerlach (Mitte) hatte hierzu eingeladen.

"Wir brauchen mehr Vernetzung, die Bürger müssen spüren, dass sie die Behörde digital erreichen."

Digitalministerin Judith Gerlach

 
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