31.05.2019 - 12:06 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Elefanten die Stars in der Manege

"Manege frei", hieß es am Donnerstag im "Circus Afrika", der über das Wochenende in Tirschenreuth gastiert. Akrobaten, Clowns und über 50 Tiere präsentierten eine eindrucksvolle Show.

von Ulla Britta BaumerProfil

Die Elefanten waren am Donnerstag das Zugpferd für viele Gäste im "Circus Afrika". Zwar war die Haltung der Dickhäuter im Zirkus an der vorigen Station in Marktredwitz im Vorfeld in die Kritik geraten. Eine Umweltorganisation warf dem Zirkus unter anderem nicht artgerechte Haltung seiner Tiere vor. In Tirschenreuth ließen sich die Zirkus-Fans davon wenig beeindrucken. Schon vor der Show standen die Besucher am Zaun des Freigeheges und bestaunten die drei Elefanten. Wenig später in der ersten Vorstellung am Feiertag waren die über 50 Tiere die Stars der Manege.

Zirkusdirektor Hardy Weisheit zeigte seinem Publikum, dass es den Elefanten, Pferden, Ponys, Kamelen, Dromedaren, Ziegen, Alpakas und dem Zebrid (Hybrid aus Zebra und Pony) bei ihm gut geht. Ebenso präsentierte das gesamte Zirkusensemble eine zauberhaften Show am "Papa-Tag" (Väter hatten freien Eintritt). Das Angebot wurde regte genutzt, tatsächlich fanden sich im Zirkuszelt jede Menge Väter mit ihren Kindern. Neben Chips und Popcorn ließen sich die jungen Gäste auch von leuchtenden Lichtschwertern und glitzernden Zauberstäben verlocken.

"Circus Afrika" in der Kritik:

Tirschenreuth

Dann hieß es "Manege frei": Zwei Stunden langt entführten Tier-Dresseure, Akrobaten und Clowns in die märchenhafte und exotischen Zirkuswelt. Die Kinder und Erwachsenen kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die mächtigen Stoßzähne des afrikanischen Elefanten "Benjamin" entpuppten sich gleich zu Beginn als "Hochsitz" für die anmutigen Akrobatinnen. Die Dickhäuter brillieren nicht nur mit Marsch- und Samba-Schritten, sondern auch mit einer "Rüssel-Harmonika" die Zirkusdirektor Hardy Weisheit mit ihnen einstudiert hatte. Vor allem den Zuschauern in den vordersten Reihen stockte manches Mal der Atem, als die Tiere bei den Dressuren hautnah an ihm vorbeiliefen. Ein freudiges Raunen ging durchs Publikum als plötzlich sogar ein "Einhorn", ein Mini-Pony mit aufgesetztem Horn, durch die Manege preschte.

Besonders die Mädchen ließen sich geradezu entzückt in die Illusion eines echten Einhorns entführen. "Das können meine Pferde nicht", sagte eine Pferdebesitzern, die mit ihren Kindern aus Immenreuth gekommen war - beeindruckt von den Darbietungen der Reitkunst und Pferdedressur. Edle Araber-Pferde präsentierten elegante Formationen.

Beeindruckende Dressur

Gewagte Akrobatik zeigten mutige Artisten unter dem Dach des Zirkuszelts. Mit viel Applaus wurde den Seiltänzern Anerkennung zugesprochen. Charlmaine, die "Dame ohne Schwerkraft", schwebte in ihrem Schwungseil. Sie begeisterte mit ästhetischen Auf- und Abschwüngen und eleganten Drehungen unter der Zirkuskuppel. Der Clown hatte in seiner fantasievollen Darbietung mit einem gigantischen Luftballon zu kämpfen. Dem Angebot, in der Pause die Tiere zu füttern, kamen die Gäste gerne nach: Rasch herrschte dichtes Gedränge im Stall. Bevor wieder in die Manege gerufen wurde, durften die mutigen Kinder die "Elefanten-Schaukel" testen. Auch nach der Aufführung durften die Kinder noch auf einem der Pferde oder Kamele reiten.

Seiltanz-Kunst

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