04.08.2020 - 11:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Das Ende des "Cooltour-Sommers"

Es ist auf Dauer vorbei mit dem „Cooltour-Sommer“ in Tirschenreuth. Doch keine Sorge, nur der Name hat ausgedient und darf nicht mehr verwendet werden. Ansonsten droht eine Klage.

Vor Corona haben Veranstaltungen, wie der "Cooltour-Sommer", Tausende in den Fischhofpark gelockt. Den Namen darf der Verein nicht mehr verwenden, allerdings soll das Format fortgeführt werden. Im nächsten Jahr sind wieder Gartentage geplant. Aktuell wird der Park mit seinen farbenprächtigen Ecken gerne als Erholungsort genutzt.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Bei der gemeinsamen Sitzung des Kultur- und Hauptausschusses am Montag im Blauen Zimmer des Kettelerhauses sorgte Vinzenz Rahn, der auch Vorsitzender des Fördervereins Fischhofpark ist, für einen gehörigen Schrecken. "Es gibt keinen 'Cooltour-Sommer' mehr", teilte Rahm mit - und fügte an, dass künftig dieser Name nicht mehr verwendet werden dürfte. Das Ende der beliebten Veranstaltungsreihe würde dies aber nicht bedeuten.

Rechtliche Schritte angedroht

Nach der Gartenschau "Natur in Tirschenreuth" vor sieben Jahren hatte der Förderverein mit seinen Aktivitäten auf dem Gelände für besondere Spektakel gesorgt. Gerade der alle zwei Jahre stattfindende "c....-Sommer" lockte Tausende in die Stadt. Doch war eben der Name bereits einer Event-Agentur in Norddeutschland schon früher eingefallen. Rahn berichtete im Ausschuss, dass die Firma nun rechtliche Schritte angedroht hätte, sollte der Verein erneut den Namen verwenden. Nach Rücksprache bei einem Anwalt hätte der Förderverein beschlossen, den gängigen Titel nicht weiter zu nutzen. Am Dienstag nahm auch Vinzenz Rahn den Begriff nicht mehr in den Mund.

Über 500 Mitglieder

Mit dem Abschied vom Namen sei aber kein Ende der Veranstaltung verbunden. Wie die künftig heißen soll, könnte mit einem Wettbewerb geklärt werden. Doch dazu würden noch Überlegungen angestellt. Zum Förderverein vermerkte Rahn, dass bereits über 500 Mitglieder gewonnen wurden, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement eine breite Veranstaltungspalette schaffen. In diesem Jahr sollte sich dies auf die Aktion "Fischhof-Schoppen" beschränken. Erste Anläufe hätte jedoch "Corona" verhindert. Vorgesehen seien auch Pflegemaßnahmen. Im kommenden Jahr, aktuell geplant ist Juli, sollen wieder die Gartentage im Programm stehen.

Für Bürgermeister Franz Stahl war die Namensänderung kein Probleme. "Die Marke bleibt", verwies Stahl auf das erfolgreiche Konzept. "Die Qualität ist entscheidend", verdeutlichte auch Paulus Mehler (CSU) und sprach sich für die Fortführung des Formates aus. Der Förderverein würde sich für die gesamte Bevölkerung engagieren, stellte Peter Gold (CSU) heraus, und dankte den Mitgliedern für diese Leistung. Erfreulich sei, dass diese Anstrengungen auch von der Bevölkerung honoriert würden.

Beiträge vom Cooltour-Sommer 2019

Tirschenreuth

Hunde müssen draußen bleiben

Im Zusammenhang mit den Fischhofpark fragte Harald Siegert (CSU) nach, ob denn nicht die gesamte Anlage für die Hundebesitzer geöffnet werden könnte. Die meisten Hundehalter würden sich an die Vorgaben halten und Unvernünftige würden sich auch von den Verboten nicht beeindrucken lassen. Mit Rücksicht auf Flora und Fauna sprach Bürgermeister Franz Stahl dazu aber ein klares Nein aus, und zwar auf Dauer.

Die Lasershow bildeten den furiosen Abschluss des Cooltour-Sommer 2019

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