30.09.2020 - 14:05 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Ende der Ferienzeit wirkt sich auf Arbeitsmarkt im Landkreis Tirschenreuth aus

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Tirschenreuth sinkt im September auf 3,2 Prozent. Und das trotz der Auswirkungen der Coronakrise.

Trotz der Coronakrise sinkt die Arbeitslosenquote im Landkreis Tirschenreuth im September auf 3,2 Prozent.
von Externer BeitragProfil

Der Herbst zeigt sich nicht nur beim Wetter freundlich. Dies spiegelt sich auch in den Arbeitsmarktzahlen für September wider. Im Landkreis Tirschenreuth liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 3,2 Prozent. Es sind 1 332 Personen arbeitslos, 111 weniger als im Vormonat. Mit 605 offenen Arbeitsstellen liegt das Angebot weiterhin auf einem guten Niveau.

Das Ende der Ferienzeit macht sich dabei nach Auskunft von Thomas Franz, Leiter der Agentur für Arbeit in Tirschenreuth, bemerkbar. "Erfahrungsgemäß werden sich auch in den nächsten Wochen arbeitsuchende Jugendliche, die ein Studium, eine Ausbildung oder eine Arbeit aufnehmen, bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter abmelden." Die trotz Corona stabile Konjunkturlage in der nördlichen Oberpfalz bewirkt, dass Arbeitslosigkeit bei fast allen Gruppen im Vergleich zum Vormonat abgebaut wurde. Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnten jedoch nur die 15- bis unter 20-Jährigen (-4,3 Prozent) von der Entwicklung partizipieren.

Vergleich zum Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl älterer Arbeitsloser über 50 Jahren um 10,5 Prozent auf 581 Erwerbslose gestiegen. Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen stieg auf 166 Personen, das sind 13,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. "Viele unserer arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zielen auf Qualifizierung und Weiterbildung, den Erwerb eines Berufsabschlusses oder notwendiger beruflicher Qualifikationen. Dies gelingt auch in der aktuell überwiegend telefonischen Kommunikation sehr gut", ergänzt Franz. Insgesamt meldeten sich im Landkreis Tirschenreuth 297 Menschen neu oder erneut arbeitslos und 409 Männer und Frauen konnten im gleichen Zeitraum ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Seit Einführung der Hartz-IV-Reformen werden arbeitslose Menschen mit Anspruch an die Arbeitslosenversicherung von der Agentur für Arbeit und hilfebedürftige Ar-beitslose von den Jobcentern betreut. Die Agentur für Arbeit ist im Berichtsmonat für 766 arbeitslose Menschen Ansprechpartner am Arbeitsmarkt. Beim Jobcenter sind 566 Personen arbeitslos gemeldet, 53 weniger als im Vorjahr.

Viele suchen Fachkräfte

Viele Unternehmen stellen gut ausgebildete Mitarbeiter ein. Dabei steigt auch das Interesse der Betriebe an Umschülern stetig. "Vor allem Frauen haben profitiert, so waren 81 Frauen weniger als im Vormonat arbeitslos gemeldet", informiert Franz. Dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur sind 605 Arbeitsangebote im September gemeldet, davon 578 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen sowie 84 Teilzeitstellen.

Besonders viele Jobangebote verzeichnet der Arbeitgeber-Service im Bereich Produktion und Fertigung (202 Stellen). 116 Angebote gibt es in den Branchen Bau, Architektur, Vermessung, Gebäudetechnik. Eine rege Nachfrage nach Fachkräften besteht auch im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit mit 97 Arbeitsstellen.

"Der Blick auf die offenen Stellen zeigt, dass insbesondere eine fundierte Ausbildung viele berufliche Möglichkeiten eröffnet. Es ist auch für Unentschlossene noch nicht zu spät, sich eine Ausbildungsstelle zu suchen", so Franz. Terminvereinbarungen für Beratungsgespräche sind unter der kostenfreien Service-nummer 0 800 4 5555 00 möglich.

Hier gibt es weitere Informationen über den Arbeitsmarkt

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